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USC Münster

Eine ärgerliche Niederlage

Wilfried Sprenger

Suhl/Münster - Der USC Münster hat auch sein zweites Auswärtsspiel in der noch jungen Bundesliga-Saison verloren: Beim VfB Suhl unterlag er gestern Abend nach 106 Minuten 1:3 (25:22, 19:25, 18:25, 24:26). Damit kommen die Unabhängigen in der Tabelle nicht voran, ihre Platzziffer bleibt zweistellig. Vielleicht noch länger - schon am Montag wartet in Hamburg die nächste schwierige Aufgabe.

Die Niederlage in Thüringen war ärgerlich, zumindest den Tiebreak hätte Münster erreichen müssen. 19:13 führten die Gäste im vierten Satz bereits. Kristin Kasperski hatte die Dinge nach 6:8-Rückstand gerichtet. Die ehemalige Schwerinerin wuchs in dieser Phase über sich hinaus und punktete sehenswert im Angriff und über den Aufschlag. Doch wirklich belohnt wurde der starke Auftritt Kasperskis nicht. Weil der USC doch noch vom rechten Weg abkam und Suhl, das den Kessel noch einmal kräftig befeuerte, nicht mehr halten konnte. Beim 23:23 war der VfB wieder dran. Den ersten Matchball der Gastgeber wehrte Münster noch ab, den zweiten nicht mehr - die Mannschaft reiste mit leeren Händen heim durch die dunkle Nacht.

Dabei hatte alles gut begonnen. Der USC dominierte den ersten Satz, lag ständig in Führung und fuhr ihn vor 800 Zuschauern nach 24 Minuten völlig verdient ein. Auffälligste Münsteranerin war bis zu diesem Zeitpunkt Hana Cutura. Die Kroatin machte insgesamt ein gutes Spiel. Auch im zweiten Satz hatte der USC gute Szenen. Bis zum 14:14 hielt er mit, danach setzte sich Suhl ab. Im dritten Abschnitt war Münster mehr oder weniger chancenlos. Schon kurz nach der ersten technischen Auszeit erarbeiteten sich die Thüringerinnen einen Vier-Punkte-Vorsprung, den sie später noch ausbauten.

USC-Coach Axel Büring wertete die Begegnung als Schritt nach vorn. „Suhl ist in einer guten Phase und hat viel Qualität gezeigt. Solche Niederlagen können passieren, sie sind kein Beinbruch“, sagte der 43-Jährige.

Selbst für die Endphase der Begegnung fand er eine Erklärung. „19:13 ist eine schöne Führung, aber keine Garantie für einen Satzgewinn. Suhl hat zwei, drei richtig gute Aktionen gehabt. Uns sind ein, zwei leichte Fehler unterlaufen. Und dann gab es zwei umstrittene Aktionen, die beide gegen uns gepfiffen worden sind. So etwas gibt es im Sport“, sagt Büring nach Spielende.

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