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„Einige laufen weg, weil sie Probleme haben“

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Für Eltern ist es das Schlimmste, was ihnen passieren kann: Ihr Kind ist verschwunden. In der Not gehen sie zur Polizei. Daneben gibt es eine Gruppe von Männern und Frauen, die bei der Suche helfen. Sie nennen sich „Initiative Vermisste Kinder“. Der Leiter Lars Bruhns erzählt Kalle mehr über seine Arbeit. In Deutschland werden jedes Jahr rund 1700 Mädchen und Jungen vermisst. Darunter sind etwa 1200 Jugendliche. Der Rest sind Kinder unter 14 Jahre.

Warum werden Kinder vermisst?

Lars Bruhns: Es gibt ganz unterschiedliche Gründe, warum Kinder vermisst werden. In Deutschland werden pro Jahr bis zu 100 000 Kinder bei der Polizei als vermisst gemeldet. Der größte Teil kommt aber schnell wieder nach Hause zurück. Sie sind zum Beispiel weggelaufen, weil sie Probleme in der Familie haben. Oder sie haben jemanden kennengelernt, einen neuen Freund oder eine neue Freundin. Aus Sorge haben die Eltern dann die Polizei alarmiert.

Wie helfen Sie bei der Suche? Macht das nicht die Polizei?

Lars Bruhns: Die eigentliche Suche ist Aufgabe der Polizei. Aber wir helfen ihr, dass zum Beispiel an Bahnhöfen oder großen Straßen mit Bildern auf großen Plakaten gesucht werden kann. Oder über kleine Bildschirme, wo sonst Nachrichten laufen, an Flughäfen oder Bahnhöfen. Wir stellen Fotos der Vermissten ins Internet. Sehr wichtig für uns ist es auch, die Eltern zu betreuen.

Haben Sie Kinder wiedergefunden?

Lars Bruhns: Ja doch. In den zwölf Jahren unserer Arbeit konnten wir 58 Fälle aufklären.

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