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Jahresübung der Jugendfeuerwehr

Einsatz mit „langer Leitung“

Reinhard Baldauf

Dolberg - Eine Verkettung unglücklicher Umstände mach­te den Einsatz nicht gerade leich­t. An einer Verbindungsstraße außerhalb von Dolberg brann­te es, ein Pkw war verunglückt und zwei Insassen wurden vermisst, während der Fahrer leblos in dem Fahr­zeug saß. Dazu kam dann noch starke Rauch­entwicklung im Wald - nicht weit von der Unfallstelle. Mit rund 30 Kräften aus Dolberg, Ahlen und Vorhelm mit sechs Fahr­zeugen rückte die Wehr aus. So stellte sich am Samstag das Übungsszenario der Nachwuchsbrandbekämpfer dar. Jugendliche aus Ahlen, Dolberg und Vorhelm hielten ihre gemeinsame Jahresübung ab - ausgearbeitet von Thomas Meyer, Stefan Plätzer und Melanie Mühl vom Lösch­zug Dolberg. Mühl konnte jedoch wegen eines Lehr­gangs an der Übung selbst nicht teilnehmen. Treffpunkt war das Dolberger Gerätehaus. Von dort aus ging es zur „Einsatzstelle“, wo die Mitglieder der Jugendfeuerwehr ihre Instruktionen erhielten. Die Wehrführung war mit Walter Wolf und Jürgen Fleu­ter vor Ort. Die Mädchen und Jungen teilten sich auf zur Technischen Rettung, Personenrettung und Brandbekämpfung. Als Erstes wurde der „verletzte Fah­rer“ aus dem Pkw he­rausgeholt, auf eine Decke gelegt und immer wieder angesprochen sowie schnell und fachgerecht in die stabile Seitenlage gebracht. Glei­chzeitig lief die Suche nach den vermissten Personen im Wald. Es stellte sich heraus, dass sich nur noch die Tochter des Fahrers in dem Pkw befunden hatte. Auch sie wurde versorgt. Zur Brandbekämpfung muss­ten einige hundert Meter Schläuche gelegt werden, da kein Tank­löschwagen vor Ort war. Von der Entnahmestelle und von einem der Fahr­zeuge aus verlegte der Feuerwehrnachwuchs die Schl­äuche und verband sie mit einem Verteiler. Mit einem C-Rohr ging es zum Brand am Straßenrand; mit einem weiteren Rohr wurde zum Brand im Wald mit starker Rauchentwicklung vorgedrungen, die aus einer Nebelmaschine kam. Wehrführer Wolf freu­te sich über die gute Beteiligung an der Übung. Dafür galt sein Dank sowie sein Glück­wunsch Ulrike Gebhardt (Ahlen), die an diesem Tag 17 Jahre alt wurde. „Ich habe zufriedene Gesichter gesehen“, meinte der Feuerwehrchef mit Blick auf die Leitung der Jugendfeuerwehr. Nach seinen Worten ist neben der Praxis bei einer Übung auch der Zusammenhalt durch eine solche Aktion wichtig. „Es hat Spaß gemacht, auch wenn wir eine lange Leitung gelegt haben­, die wir nun wieder aufräumen müssen“, erklärte Tho­mas Meyer und meinte: „Ich bin zufrieden.“ Der Leiter der Jugendfeuerwehr bei der Freiwilligen Feu­erwehr Ahlen, Christoph Faust, meinte ebenfalls: „Es hat ganz ordentlich ge­klappt.“ Die nächste gemeinsame Jahresübung kündigte er für Vorhelm an.

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