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Eis vom Fließband

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Es riecht nach Vanille und ein bisschen nach warmem Pudding. Maschinen rattern. Zwischendrin laufen Menschen umher, die aussehen wie Ärzte im Operationssaal: Sie tragen Mundschutz und lange, weiße Kittel. Ihr Haar steckt unter einer Haube. Doch das hier ist kein Krankenhaus. Wir sind in der Produktionshalle der Firma Roncadin in Osnabrück. Hier wird Eis gemacht. Heute steht Spaghetti-Eis auf dem Programm.

Die Menschen überwachen die Maschinen. Die genaue Mischung für das SpaghettiEis ist zusammen mit über 400 anderen Eis-Rezepten in einem Computer gespeichert. Er steuert, wie viel Milch, Sahne, Fett und Zucker in der riesigen Kochanlage vermischt werden.

Die weißliche Masse wird auf 85 Grad erhitzt. Das tötet die Keime. Anschließend zerkleinert eine Maschine das Fett mit viel Druck. „Damit das Eis später richtig cremig wird“, erzählt Roland Schwienherr. Er leitet die Produktion.

Nun muss die leckere Masse einige Zeit „reifen“. Dabei entfalten sich die Geschmacksstoffe erst richtig. Dann fließt das noch flüssige Spaghetti-Eis durch lange Leitungen in einen silbernen Bottich. Das ist der Freezer, hier wird das Eis gekühlt.

Noch aber kann von Spaghetti-Formen keine Rede sein. Die werden jetzt über einem Fließband gemacht. Dort wird die Eismasse durch eine Art Sieb zu Nudeln gepresst. Die fallen in kleine Plastikbecher und weiter geht's. Erdbeersoße und weiße Schokosplitter rieseln darüber. Schließlich macht die Maschine einen Deckel drauf.

An dieser Stelle ist das Eis etwa minus acht Grad kalt. „Bei der Temperatur lässt es sich noch gut formen“, erzählt Roland Schwienherr. Doch was den Eisbechern jetzt bevorsteht, gleicht einer Fahrt zum Nordpol: Auf einem Fließband rauschen die Portionen in den Kältetunnel. Dort herrschen 48 Grad unter Null. In 40 Minuten ist das Eis knüppelhart.

Zum Abschluss geht die Fahrt für die Becher noch durch einen Metalldetektor. Der prüft, ob nicht etwa kleine Metallsplitter im Eis stecken. Ist alles okay, werfen zwei Arbeiter einen letzten Blick auf die Eisbecher. Dann packen sie immer drei in eine Schachtel. Und ab geht's Richtung Supermarkt!

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