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Elf Parteien bewerben sich

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Am Sonntag (2. Dezember) ist es so weit: Die Russen wählen ihr neues Parlament. Das wird in Russland Duma genannt. Elf Parteien stehen zur Wahl. Je mehr Stimmen eine Partei bekommt, desto mehr Abgeordnete darf sie ins Parlament schicken – wie bei uns.

Also ein spannender Wettlauf? Wohl eher nicht. Denn eigentlich ist jetzt schon klar, welche Partei die Nase weit vorn hat: die Partei Geeintes Russland mit Wladimir Putin. Putin ist der russische Präsident und bei vielen im Volk sehr beliebt. In der Partei Geeintes Russland sitzen reihenweise Freunde von ihm. Die Partei war schon nach den Wahlen vor vier Jahren die stärkste Kraft im Parlament.

Aber nicht nur wegen Putin dürfte Geeintes Russland so stark werden. Schon vor der Wahl haben die Machthaber eine Menge dafür getan, es anderen Parteien schwer zu machen. Zum Beispiel dürfen mehrere kleine Parteien gar nicht mehr antreten. Demonstrationen von Regierungskritikern wurden immer wieder verboten. Es gab auch Verhaftungen, einige Demonstranten wurden von der Polizei verprügelt. Manche Leute fürchten, dass sogar bei der Wahl geschummelt wird, damit Putins Partei einen absolut klaren Sieg erringt. Die Wahlleitung sagt aber, dass alles reibungslos laufe.

Interessant wird es auch wegen Putin selbst. Der muss im März sein Präsidentenamt abgeben. So steht es im Gesetz. Aber viele vermuten, dass er viel unternimmt, um dann weiter Macht zu haben. So hat er einen seiner politischen Freunde zum Ministerpräsidenten - also zum Regierungschef – ernannt. Viele sind gespannt, was er als nächstes vorhat. Denn Putin ist für seine Tricks und Überraschungen bekannt.

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