1. www.wn.de
  2. >
  3. Archiv
  4. >
  5. Endspurt für den „Super Saturday“

  6. >

Archiv

Endspurt für den „Super Saturday“

Florian Schlecht

Münster. Die Homepage-Macher des UBC Münster haben sich am Wochenende als wahre Propheten erwiesen, indem sie auf ihrer Internetseite einen „Super Saturday“ für die 2. Basketball-Regionalliga ankündigten. Diese Anspielung auf den amerikanischen „Super Tuesday“, der häufig Entscheidungen über die beiden Kandidaten für das US-Präsidentenamt liefert, traf auf den UBC voll zu. Tatsächlich gelang den Münsteranern ein wichtiger Schritt, weil sie mit dem 75:66-Erfolg gegen den SV Hagen-Haspe und der 107:109-Niederlage von Konkurrent Lüdenscheid in Werne den zweiten Platz festigen konnten. „Für den Titel brauchen wir bei vier Punkten Rückstand auf Dorsten eine Menge Glück, aber vielleicht können wir auch als Vize-Meister aufsteigen“, so Trainer Götz Rohdewald hoffnungsvoll.

Entsprechend gelöst wirkten die UBC-Spieler nach der Schlusssirene, auch wenn sie sich nicht so euphorisch feiern ließen, wie die amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama, Hillary Clinton oder John McCain. Schließlich war es für die Münsteraner kein leichter Weg zu ihrem „Super Saturday“, an dem sie gegen die ersatzgeschwächten Gäste einige Probleme hatten.

Zur Halbzeit lag der UBC gar mit 37:45 hinten: Vor allem im ersten Viertel (13:21) wies die Mannschaft eine hohe Fehlwurfquote auf, zu wenig Offensiv-Rebounds und viele Unkonzentriertheiten in der Defense. Rohdewald konnte sich die Vorstellung nicht erklären: „Wir haben die erste Halbzeit komplett verpennt, das war nicht mit anzuschauen. Mir fehlte die volle Intensität in unserem Spiel.“ Für Manager Helge Stuckenholz erklärten sich die Anfangsschwierigkeiten in einem mentalen Sportlerphänomen: „Es ist immer schwer, gegen einen Gegner zu spielen, der geschwächt anreist. Da spielt der Kopf eine große Rolle.“

Aber nach deutlichen Trainer-Worten schaffte der UBC noch rechtzeitig die Wende: Direkt nach der Pause gingen die Münsteraner durch eine 10:0-Serie mit 47:45 erstmals in Führung, setzten Hagen-Haspe mit aggressiver Verteidigung um Abwehrchef Anton Arnst sowie Andreas Peters unter Druck und hatten mehr Wurfglück.

Alleine Stefan Buschmeier blühte mit drei Dreiern auf, durch die der UBC seinen Vorsprung auf 61:53 ausbauen konnte. „Ich habe es einfach mal probiert, weil der Ball in der Phase ganz gut lief“, lächelte der Forward hinterher zufrieden. Den Schwung nahmen die Münsteraner auch mit in den letzten Durchgang und feierten noch einen souveränen Sieg. Der tröstete auch Rohdewald über den holprigen Beginn hinweg: „Vielleicht sind das sogar die Spiele, die wir brauchen, um am Ende aufzusteigen.“ Mal abwarten, was die Homepage-Mitarbeiter des UBC dazu sagen.

UBC Münster: Cozzo (17/3 Dreier), Herzog (13), St. Buschmeier (9/3), Göknil, Möller (je 8), Kappenstein (7), Peters (5), Bienowski, Henke (je 4), G. Buschmeier, Arnst.

Startseite