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„Engelchen“ richtig im Stress

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Dolberg. Die zerschossenen Glühbirnen waren am Wochenende natürlich ein Thema beim Weihnachtsmarkt in Dolberg. Der Heimatverein als Veranstalter und die Besucher zeigten keinerlei Verständnis für die gefährliche Zerstörungswut. Aber Heimatvereinsvorsitzender Willi Brehe war trotzdem insgesamt mit dem zweitägigen Treiben auf dem Dorfplatz vor der Pfarrkirche zufrieden. Im Übrigen war er auch als Nachtwächter unterwegs um vorzubeugen. In seiner Eröffnungsansprache meinte der Vorsitzende: „Böse Buben schießen die Lampen kaputt. Wir hoffen, dass so etwas nicht wieder passiert.“ Insgesamt 130 Glühbirnen und drei Lampen waren dem „Anschlag“ zum Opfer gefallen.

Der Dank von Brehe galt allen, die einen Stand auf dem Dolberger Weihnachtsmarkt betreuten und besonders den rund 25 Helferinnen und Helfern des Heimatvereins, die ebenfalls verschiedene Buden betrieben.

Die Kinder kamen voll auf ihre Kosten. Das Karussell unter dem großen Weihnachtsbaum in der Mitte des Dorfplatzes war fast ständig besetzt und auch die vier Haflinger waren während ihrer Einsatzzeit gut ausgebucht. Kleinkinder wie Teenies fanden die Pferde einfach klasse, besonders die Mädchen schwärmten. Der Heimatverein führte aber auch zwei Gewinnspiele durch. So galt es zu schätzen, wie groß der Weihnachtsbaum ist. Auf den Gewinner wartete ein Präsentkorb. Die Verlosung lockte mit Schachpreisen.

„Es ist schön, dass es hier so viel Süßes gibt, aber insgesamt finde ich den Weihnachtsmarkt sehr klein“, meinte Brenda Kraus (13) aus Ahlen, die zum ersten Mal überhaupt dort war. „Es war richtig stressig hier“, erklärte Bernhard „Engelchen“ Holtmann vom Reibekuchenstand. Und auch die Imkerei Heimann zeigte sich zufrieden.

Dagegen beschrieb Dora Neuhaus, weit über die Grenzen Dolbergs hinaus für handgefertigte Künstlerbären bekannt, ihren Eindruck als „mehr als bescheiden“. Sie führte das darauf zurück, dass die Kaufhäuser und Geschäftszentren in der Nähe bis 22 Uhr geöffnet haben.

Mehr Umsatz als im vergangenen Jahr verzeichnete dagegen Corinna Reining am Glühweinstand. „Das ist kein wilder Krammarkt. Hier passt alles in die Adventszeit bzw. Weihnachtszeit“, freute sich zudem ein Besucher aus Hamm, und bevor sich der Rentner vorstellen konnte, musste er zu seinen Enkelkindern, die noch eine Runde Karussell fahren wollten.

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