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Entwarnung nach Rohrbrüchen: Trinkwasserversorgung gesichert

Altenberge. Teile Altenberges haben offenbar Probleme mit der Trinkwasserversorgung. Das bestätigte ein Mitarbeiter der Gelsenwasser AG an der Hotline des Unternehmens auf Nachfrage. Welche Probleme es gibt, wie viele Altenberger betroffen sind und was passiert ist, konnte der Mitarbeiter nicht sagen und war gegenüber den WN auch nicht bereit, einen Kontakt mit einem ...

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Altenberge - Stundenlang waren die Bauarbeiter bemüht, in den von Regen und Tauwasser getränkten Böden die Stellen zu finden, an denen die Rohre gebrochen waren. Doch der starke Regen und der in Rekordzeit tauende Schnee machten ihre Suche nach den Bruchstellen mühsam. Auf Straßen und Feldern waren überall große Pfützen und kleine Seen entstanden: „Wasserrohrbrüche an drei Stellen gleichzeitig sind schon eine Herausforderung“, sagte ein Arbeiter, der einen Fall wie diesen noch nicht erlebt hat. Sämtliche Montagetrupps der Gelsenwasser seien im Einsatz. Immerhin bewahrheiteten sich Befürchtungen nicht, dass die Versorgung bis zum Sonntagmittag gefährdet sein könnte. Zuvor hatte der Wasserversorger die Altenberger und Havixbecker aufgefordert, Wasser in Kanistern und Badewannen aufzufangen. Mitarbeiter des Roten Kreuzes, der Polizei und der Feuerwehr waren unterwegs. Per Lautsprecher forderten sie die Bewohner auf, das restliche Wasser in den Leitungen in Wannen und Eimern aufzufangen. In Havixbeck konnte ein Wasserbehälter auf dem Baumberg nicht mehr befüllt werden und lief langsam leer. Nachbaren informierten sich, um noch schnell den einen oder anderen Eimer mit Wasser füllen zu können. Die Gäste eines Hotels in Altenberge saßen auf dem Trockenen. Ein Betroffener berichtet im Internet: „Das, was jetzt noch aus der Leitung kommt, schaut auch nicht mehr unbedingt nach Trinkwasser aus. Eher wie verdünnte... also mit schönem Gelbstich.“ Und „Tappelino“ kommentierte auf der Homepage unserer Zeitung: „Man merkt doch, dass wir auf dem Land wohnen.“ Genauso spärlich wie das Wasser flossen auch die Informationen. Gelsenwasser-Kunden bekamen nach langem Warten in der Warteschleife keine andere Information, als dass es „Probleme bei der Trinkwasserversorgung“ gebe. Der Online-Nutzer „Black Knight“ unseres Internetportals beklagt: „Der halbe Ort sitzt im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Trockenen, und bei Gelsenwasser funktioniert nicht mal der Informationsfluss. Haben die sich geäußert, wie die Kunden informiert werden sollen, die nicht diesen Artikel gelesen haben“, fragt er angesichts unserer Berichterstattung. Carsten S. schlägt vor, dass Gelsenwasser seine Kunden per Internet oder SMS informiert. „Dann könnte man die Kunden zeitnah informieren und müsste nicht wie in der Frühsteinzeit durch die Straßen fahren“, meint er. In beiden Kommunen wurden Wasserwagen zur Notversorgung aufgestellt. In Altenberge war am Samstagabend gegen 21 Uhr noch ein Montagetrupp direkt im Zentrum des Ortes, am Kreisverkehr, bei der Arbeit. In Havixbeck gab die Gelsenwasser eine Viertelstunde früher Entwarnung: Die Leitungen waren wieder in Ordnung und die Versorgung wieder komplett hergestellt. -di/kre/us/werd-

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