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USC Münster

„Entwicklung beim USC schmerzt“

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Münster. Insgesamt fünf Jahre spielte Atika Bouagaa für den Volleyball-Bundesligisten USC Münster. 2004 gewann sie mit den Unabhängigen die Deutsche Meisterschaft und den DVV-Pokal. Im Sommer vergangenen Jahres wechselte sie zum türkischen Erstligisten Besiktas Istanbul. Zurzeit bereitet sich die Außenangreiferin mit der Nationalmannschaft auf die europäische Olympia-Qualifikation im westfälischen Halle vor. Unser Redaktionsmitglied Wilfried Sprenger sprach mit der 26-Jährigen.

In der letzten Saison beim USC hatten Sie nur noch bedingt Freude am Spiel. Ist der Spaß am Volleyball in der Türkei zurückgekehrt?

Bouagaa: Ja, das ist so.

Gibt es noch Brücken zum USC?

Bouagaa: Ich halte Kontakt zu Doreen Engel. Wir telefonieren regelmäßig.

Was sagt Sie Ihnen, wenn das Gespräch auf den USC kommt?

Bouagaa: Was soll sie sagen!? Wir wissen und sehen doch alle, wo der USC in der Tabelle steht. In der letzten Saison habe ich oft gedacht, dass es schlimmer nicht kommen kann. Heute weiß ich, dass ich mich geirrt habe.

Haben Sie eine Ahnung, was der USC falsch macht?

Bouagaa: Dazu steht mir aus der Distanz keine Meinung zu.

Aber Sie haben doch eine?

Bouagaa: Ja schon. Wichtig ist, dass der USC endlich wieder in gute Spielerinnen investiert. Ich verstehe ja, dass der Verein sparen musste. Aber irgendwann muss das doch ein Ende haben. Sonst fahren sie den Wagen an die Wand.

Berührt Sie die Entwicklung in Münster?

Bouagaa: Natürlich. Selbst in der Ferne schmerzt es, den Verein am Ende der Tabelle zu sehen.

Aktuell haben sie andere Probleme. Sie wollen mit dem Nationalteam nach Peking. Dazu muss Deutschland das Turnier in Halle gewinnen. Wie sehen Sie die Chancen?

Bouagaa: Jede von uns weiß, dass es sehr schwierig wird. Aber jede von uns weiß auch, dass wir gut in Form sind und jeden Gegner schlagen können. Wir sind optimistisch.

Nach dem enttäuschenden Abschneiden bei der Heim-WM 2002 haben einige Spielerinnen gesagt, dass der Druck im eigenen Land zu groß gewesen sei . . .

Bouagaa: 2002 und 2008 kann man nicht vergleichen. Wir haben jetzt eine ganz andere Mannschaft, die sich sehr auf Halle freut und froh ist, vor eigenem Publikum zu spielen.

Wo sehen Sie Ihren Platz im Team?

Bouagaa: Alle Spielerinnen sind wichtig und werden während des Turniers Einsätze bekommen. Es würde mich aber sehr überraschen, wenn ich im ersten Spiel am Dienstag gegen die Türkei in der Startformation stehen würde.

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