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Erneut Klagen über Vandalismus, Lärm und Wildpinkler am Alten Fischmarkt

Martin Kalitschke

Münster - Fragt man bei der Polizei und bei der Stadtverwaltung nach, wie sich in den zurückliegenden Wochen und Monaten die Situation rund um den Alten Fischmarkt entwickelt hat, dann fallen die Antworten nur wenig dramatisch aus: Man habe das Areal im Blick, akut sei es aber nicht schlimmer als sonst.

Das sieht Gaby Hesse-Schütteldreier anders. „Ich habe das Gefühl, dass die Situation momentan so schlimm wie noch nie ist“, schimpft die Anwohnerin.

Fotos, die sie selbst in den letzten Wochen gemacht hat, sollen diese Einschätzung belegen. Ihr Hauseingang: mal mit Scherben, mal mit Erbrochenem übersät. Die Glasscheibe der Eingangstür: eingetreten. Von Pizza-Kartons und Döner-Überresten, die sie regelmäßig in ihrem Briefkasten vorfinde, ganz zu schweigen.

„Am Schlimmsten ist es in den Nächten von Mittwoch auf Donnerstag“, berichtet Hesse-Schütteldreier, die seit acht Jahren am Alten Fischmarkt wohnt. Pinkelnde Menschen in ihrem Hauseingang - „Normalität“. Lärm - „an der Tagesordnung“. „Als wir hier einzogen, war alles ruhig“, erinnert sie sich an bessere Zeiten. Dass heute in ihrer Nachbarschaft „eine Großdiskothek mit über 1000 Gästen“ ihrem Geschäft nachgehen darf, kann sie nicht verstehen. Zumal, so zumindest ihr Empfinden, alles „schlimmer und schlimmer“ werde.

Dass die Ordnungsbehörden die aktuelle Situation nicht so dramatisch einschätzen, versteht sie nicht. „Vielleicht gehen sie zu früh nach Hause. Am Schlimmsten ist es erst nach 3 Uhr.“ Dass zugleich weniger Beschwerden von Anwohnern bei der Polizei eingehen, führt sie darauf zurück, „dass Resignation eingekehrt ist und einige Anwohner weggezogen sind“.

Die kritischen Anmerkungen von Gaby Hesse-Schütteldreier sind inzwischen auch beim Ordnungsamt angekommen, bestätigt der stellvertretende Leiter Horst Werner Koch. „Wir werden sie nun prüfen“, verspricht er.

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