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Erneuter Krimi mit Happy End

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Von Stefan Daviter

Tecklenburger Land. „Das ist der absolute Wahnsinn“, war Karlo Keller, Trainer der Zweitliga-Volleyballer des VCB Tecklenburger Land, nach dem 3:2-Sieg seiner Mannschaft gegen den VCO Berlin am Freitagabend begeistert. Im zweiten Saison-Heimspiel lieferte der Aufsteiger den restlos begeisterten Zuschauern in der Laggenbecker Halle am Burgweg wieder einmal einen Volleyball-Krimi mit Happy End (wir berichteten Samstag kurz). Der VCB hat jetzt 8:2 Zähler auf dem Konto und nach nur fünf Saisonspielen den Klassenerhalt schon so gut wie in der Tasche. „Wenn wir am kommenden Sonntag auch noch gegen Bonn gewinnen, haben wir extrem viel Ruhe“, bringt Karlo Keller die komfortable Position, die sich seine Mannschaft erarbeitet hat, auf den Punkt.

Gegen den VCO Berlin, eine der beiden Volleyball-Internatsmannschaften, aus denen sich die Junioren-Nationalmannschaft rekrutiert, bewies der VCB wieder einmal extreme Nervenstärke. Den deutlich mit 16:25 verlorenen ersten Satz steckte die TE-Spielgemeinschaft weg und gewann den zweiten Satz nach 16:19-Rückstand noch 26:24. Auch der 21:25-Verlust des dritten Satzes brachte den VCB nicht aus der Ruhe und dem Gleichgewicht. Im Gegenteil: Im vierten Satz ging der VCB mit 11:1 und dann mit 19:13 in Führung.

Damit war die Achterbahnfahrt des Freitagabends aber noch nicht beendet. Denn das Niveau, das der VCB zu Beginn den vierten Satzes gezeigt hatte, konnte er nicht halten. Vielleicht war es auch die deutliche Führung, die ihn etwas leichtfertig werden ließ, wie Coach Karlo Keller vermutet. Der VCO Berlin jedenfalls, als Tabellendritter mit nur zwei Minuspunkten nach Laggenbeck angereist und eine technisch sehr versierte Mannschaft, glich zum 20:20 aus. Auch dieser scheinbare Rückschlag jedoch warf den VCB nicht aus der Bahn. Durchgang vier ging doch noch mit 25:22 an den Gastgeber, und zum grenzenlosen Jubel der über 400 Zuschauer in der Halle am Burgweg erkämpfte der VCB sich den Tie-Break.

Hier bestimmten die TE-Volleyballer von Beginn an das Geschehen. Über 6:4, 11:8 und 14:11 gewannen sie den entscheidenden fünften Satz mit 15:12. Insgesamt hatte das nervenzehrende Spiel das Publikum zwei Stunden in Bann gehalten.

Die Zuschauer waren denn auch ein Faktor, den Karlo Keller als entscheidend für den vierten Saisonsieg im fünften Spiel ausmachte. Die Unterstützung von den Rängen pushte den VCB immer wieder nach vorne. Aber nicht nur das: „Berlin ist eine technisch sehr gute Mannaschaft, aber vielleicht waren wir auf der Bank besser besetzt“, lobte Keller sein gesamtes Team. Stellvertretend bekam Stellspieler Heinrich Robertus ein Sonderlob: „Ich konnte ihn immer bringen, er hat sich wie alle nahtlos eingefügt.“

VCB Tecklenburger Land: Feldkämper, Kipp, Souady, Gartemann, Robertus, Dömer, Fischer, Middelbeck, Lindemann, Grewing, Kraus, Kleine-König.

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