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Differenzen

Erotik-Shop wollte ins Bistro

Gudrun Niewöhner

Borghorst - Die Erotikshop-Kette Orion wollte das Ladenlokal schon mieten. „Doch das konnten wir der Stadt nicht antun“, sagt Stefan Pohl. Der Hauseigentümer hat Bobby Choudhry nach Differenzen die Kündigung geschickt. Ob das Bistro an der Emsdettener Straße allerdings wirklich zum 1. Juni schließt, da gibt es unterschiedliche Sichtweisen. Anders als Pohl ist Betreiber Bobby Choudhry nämlich nicht sicher, ob wirklich Schluss ist. Im WN-Gespräch mochte er sich gestern nicht festlegen. Es gebe einige bauliche Mängel im Gastraum, über die er den Vermieter informiert habe. Sollten die nicht behoben werden, will er nicht weitermachen. Vorsorglich habe er sich beruflich bereits ein wenig umorientiert und sei nebenbei in der Textilbranche tätig, was sicherlich ausbaufähig wäre.

Bleibt Pohl jedoch bei seinem Entschluss, steht wohl bald ein weiteres Erdgeschoss im Quartier leer. Zwar sucht er intensiv nach einem neuen Pächter. Bislang aber ohne Erfolg. Am liebsten wäre es dem Emsdettener, wenn die Gaststätte künftig von einem Dienstleister als Büro genutzt würde.

Dass es schwer ist, Nachfolger für Kneipen und Restaurants zu finden, weiß Stefan Pohl aus leidiger Erfahrung. Vor einiger Zeit hat der Immobilienverwalter die ehemalige Gaststätte Schapmann ersteigert (die WN berichteten). Lediglich Vertreter einer rechtspopulistischen Partei haben seither Interesse an den Räumen gezeigt: „Sie wollten dort einen Versammlungsort einrichten.“ Mehr mag Pohl nicht sagen, auch nicht, um welche extreme Gruppierung es sich gehandelt hat. Nur so viel: Er habe von diesem Angebot Abstand genommen - mit Rücksicht auf die Borghorster, die von solchen Mietern bestimmt nicht begeistert gewesen wären.

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