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Erweiterungspläne der Telekom in Münster sorgen für Erleichterung

Günter Benning

Münster - Aufstockung statt Abbruch. Zwar will die Telekom in den nächsten zwei Jahren rund 60 Mitarbeiter des Geschäftskundenservices aus Münster abziehen. Dafür werden aber 620 IT-Fachleute in ein neues Innovationszentrum ziehen, vermutlich ins Telekom-Bürogebäude im Zentrum Nord. Netto, so Sprecher George-Stephen McKinney, ein Plus von 560 Mitarbeitern in der Westfalen-Metropole.

Die Botschaft aus Bonn hörten die Münsteraner gestern gerne. Wirtschaftsförderer Dr. Thomas Robbers: „Es gibt gute und schlechte Tage. Die ersten Tage dieser Woche waren nicht so gut - diese Nachricht ist erste Sahne.“

Bei der Telekom standen die Telefone nicht still, nachdem ihr Chef René Obermann ein bundesweites Restrukturierungsprogramm vorgestellt hatte. „Es ist alles noch in Planung“, meinte Regional-Pressesprecher George-Stephen McKinney. Entgegen von Medieninformationen, die gestern kursierten, erklärte er: „Aus Münster wird kein IT-Mitarbeiter abgezogen.“

Im Gegenteil: Im erst vor wenigen Jahren errichten Bürogebäude der Telekom dürfte ausreichend Leerfläche für die künftigen Mitarbeiter sein.

„Die Standort-Attraktivität Münsters wird durch diese Entscheidung bestätigt“, erklärte Guido Krüdewagen, Pressesprecher der IHK Nord Westfalen. Sie bestätige einen deutlichen Trend, den die IHK schon vor Jahren festgestellt habe: „Münster ist eines der stärksten Beschäftigungszentren in Deutschland - und eine der heimlichen Hauptstädte, was Rechenzentrum angeht.“

Gerade um die großen IT- und EDV-Unternehmen wie die GAD-Zentrale und die Sparkassen-Informatik seien zahlreiche Dienstleister entstanden. Die Großen der Branche wirkten da „wie Magneten“ für weitere Unternehmen.

Auch die Nähe zur Uni erweise sich gerade für Informatik-Unternehmen als Plus. Sie erwarteten qualifizierten Nachwuchs - um den der Wettbewerb größer werde.

Die Verlagerung ist Teil eines größeren Konzentrationsprozesses, in dem die Telekom kleine Standorte schließen und die Arbeit an bundesweit neun Standorten zusammenziehen will. So werden aus der Nachbarstadt Osnabrück 32-IT-Beschäftigte nach Münster versetzt.

Ein Abbau von Arbeitsplätzen sei nicht geplant, versicherte Telekom-Sprecher Husam Azrak in Bonn.

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