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Ahlener SG

Es gibt kein Zurück mehr

André Fischer

Ahlen - Seine Anwesenheit hat den Drittliga-Handballern der Ahlener SG am Freitagabend Glück gebracht: Ex-Geschäftsführer Dietmar Kupfernagel war Zeuge des 25:24-Erfolgs gegen den VfL Eintracht Hagen in der Friedrich-Ebert-Halle. Hier und da schüttelte er fleißig Hände, flachste rum und schien irgendwie froh, wieder mittendrin zu sein. Zuletzt war es bekanntlich sehr ruhig geworden um ihn.

Nach seinem Rücktritt bei der HSG Ahlen-Hamm im Oktober 2010 rückte er im April diesen Jahres letztmals ungewollt ins Rampenlicht. „Marketing GmbH vor dem Aus“, titelte die „AZ“ am 6. April. Schon vor Monaten wurde darüber nachgedacht, die GmbH aufgrund von Verbindlichkeiten in fünfstelliger Höhe (etwa 50000 Euro) zu liquidieren. Wochenlang bemühte sich Kupfernagel mit den Gläubigern (unter anderem Banken und die Berufsgenossenschaft) Vergleiche zu schließen - mit mäßigem Erfolg.

Mitte Oktober war klar, dass nichts mehr geht, „Didi“ beantragte beim Amtsgericht in Münster die Insolvenz. „Es kam kein Geld mehr rein“, unterstreicht Dietmar Kupfernagel im Gespräch mit unserer Zeitung. Seit vergangenem Freitag befindet sich nun die einstige ASG Handball GmbH in der vorläufigen Insolvenz.

Wie gut, dass der (neue und alte) Verein und die jüngst gegründete Handball-Leistungs-Zentrum (HLZ) Ahlen GmbH davon unberührt bleiben. Kupfernagel bekräftigt, von nun an äußerst kooperativ mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter Dr. Frank Kreuznacht (Münster) zusammenarbeiten zu wollen. Geprüft wird zunächst, ob überhaupt Masse da ist.

Der Insolvenzantrag ist zumindest fristgerecht eingereicht worden.

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