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Ahlener SG

„Es ist für alle wichtig, dass es klare Rollenverteilungen gibt“

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Ahlen/Hamm - Acht Spieltage sind in der neuen eingleisigen Zweiten Bundesliga nun absolviert. Als Tabellenfünfzehnter ist der Erstliga-Absteiger ASV Hamm-Westfalen mit 5:11 Punkten deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Daher übernimmt nun Manager Kay Rothenpieler auch wieder das Traineramt vom bisherigen Spielertrainer Maik Machulla. Beide äußern sich zur aktuellen Lage.

Nicht nur die Platzierung, auch die Art und Weise wie die Mannschaft in die Saison gestartet ist, kann die Verantwortlichen nicht zufriedenstellen. Wie bewertet der Manager des ASV die Situation?

Rothenpieler: Wir sind natürlich aktuell alles andere als zufrieden. Zwar trennen uns nur sechs Punkte von Platz vier, das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir etwas ändern müssen.

Geschäftsführer Franz Dressel hat kürzlich bereits öffentlich erklärt, dass es wirtschaftlich momentan keine Möglichkeiten für Nachverpflichtungen gibt. Welche Optionen gibt es stattdessen?

Rothenpieler: Fest steht, dass das Budget momentan keine Verstärkungen hergibt, auch wenn Franz Dressel in guten Gesprächen mit Sponsoren steht, zum Beispiel für eine Verpflichtung etwa von Chen Pomeranz. Jetzt gilt es aber erst einmal, dass unsere Spieler alle ihr volle Leistung bringen. Nicht erst seit der Niederlage in Düsseldorf überlegen wir, was wir ändern können. Wir wussten von vorneherein, dass es mit der dünnen Spielerdecke schwierig wird. Auch die Spielertrainerrolle für Maik Machulla war ein Wagnis. Aber genau wie Spielerverpflichtungen war und ist uns auch keine Trainerverpflichtung möglich. Wir haben im Stab gemeinsam mit Rob de Pijper, Maik und mir überlegt, wie wir das lösen können. Eine Überlegung war, Maik nur als Trainer einzusetzen. Aber dafür ist er für uns als Spieler viel zu wichtig, wie die zurückliegenden Wochen gezeigt haben.

Welche konkreten Maßnahmen gibt es also?

Machulla: Die Konsequenz aus unseren Überlegungen ist, dass ich mich künftig zu 100 Prozent als Spieler einbringe. Kay Rothenpieler wird zusammen mit Rob de Pijper das Team führen. Die Mannschaft trägt diese Entscheidung voll mit. Einer der Spieler hat es ganz treffend gesagt: Wir können ja froh sein, dass wir einen Manager haben, der auch Trainer sein kann. Und das Duo Rothenpieler/de Pijper ist ja schon seit Jahren eingespielt. Ich kann mich jetzt voll auf das Spiel konzentrieren.

Rothenpieler: Zu ergänzen ist, dass Maik einen guten Job gemacht hat. Aber eben auf Kosten seiner Rolle als Spieler. Die Planungen waren vor der Saison auch so ausgelegt, dass er eben nicht fast 60 Minuten pro Partie spielen muss. Unsere jungen Spieler sind aber noch nicht so weit, dass sie ihn entsprechend entlasten können. Bei Zdenek Polasek dauert die Integration einfach etwas länger als erhofft. Und Sebastian Paul hat sich wirklich sehr gut entwickelt, der Sprung ist da in dieser starken Zweiten Liga aber noch etwas zu groß.

Wie hat die Mannschaft die Entscheidung aufgenommen?

Rothenpieler: Sehr positiv. Es ist jetzt auch für alle wichtig, dass es klare Rollenverteilungen gibt. Es hat auch eine ganz klare Ansage gegeben: Alle müssen zu 100 Prozent mitziehen. Uns fehlen die überragenden Einzelkönner, wir sind als Kollektiv gefordert. Wenn wir dann unsere Leistung bringen, sind auch die zehn Prozent da, die im Moment vielleicht noch fehlen.

Manager Kay Rothenpieler in einer Doppelfunktion - verträgt sich das mit den vielen Dingen, die in den zurückliegenden Monaten im Umfeld angestoßen wurden?

Rothenpieler: Sicher ist für mich diese Doppelbelastung eher zu bewältigen als für einen Spieler und Trainer. Erst Recht, da wir im Grunde in nächster Zeit die täglichen Aufgaben als Trio wahrnehmen werden. Denn wenn ich einen Sponsorentermin wahrnehmen muss, können Rob und Maik auch eine Trainingseinheit durchführen. Gerade vor dem Hintergrund der erforderlichen Wirtschaftlichkeit ist dies die beste Lösung.

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