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Empfehlungen für Gemeinde-Fusionen

Es liegt in der Hand des Bischofs 

wn

Dülmen - Das zweite Schreiben Dülmener Kirchengemeinden ist am Montag an den Bischof abgeschickt worden. Nachdem St. Agatha Rorup und St. Antonius Merfeld in einem ersten Brief den Vorschlag des Bistums aufgenommen hatten und eine ländliche Gemeinde ab spätestens 2015 bilden wollen, geben nun die übrigen sieben Gemeinden eine weitere Empfehlung ab, die am kommenden Wochenende in den Gottesdiensten vorgestellt wird.

Nach Informationen unserer Redaktion haben sich die sieben Gemeinden darauf verständigt, dass Heilig Kreuz - nach der Fusion mit Maria Königin Dülmens größte Gemeinde mit über 10.000 Katholiken - keine erneute Fusion eingehen soll. Vorgeschlagen wird ein Zusammenschluss von St. Pankratius Buldern und St. Georg Hiddingsel, wie ihn das Bistum vorgesehen hatte, und der Gemeinden westlich der Münsterstraße.

Also konkret der Seelsorgeeinheit St. Viktor (mit St. Mauritius Hausdülmen, St. Jakobus Karthaus), St. Joseph, St. Antonius und St. Agatha - was in Merfeld und Rorup mehrheitlich so nicht gewünscht ist. „Wir haben in den Gesprächen ein ziemlich großes Stück Gemeinsamkeit erreicht, aber auch Verständnis dafür, dass Merfeld und Rorup das Angebot des Bischofs in einem eigenen Brief angenommen haben“, sagt Erwin Schlerkmann, Vorsitzender des Rates der Seelsorgeeinheit von St. Viktor.

Das Bistum - das sich ab 2015 bis zu drei Kirchengemeinden in Dülmen vorstellt - hatte vorgeschlagen, sämtliche Gemeinden in Dülmen-Mitte zusammenzuführen, wogegen sich in Heilig Kreuz Protest erhob. Die stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende, Dr. Zita Moschner, freute sich, dass die Argumente von sechs weiteren Gemeinden aufgenommen worden seien.

Zu frisch seien die Narben der Fusion von 2006. Auch wäre der Zusammenschluss der beiden großen Stadtgemeinden St. Viktor und Heilig Kreuz, das zudem eine besondere Bedeutung als Wallfahrtskirche habe, „die schlechteste Lösung für ganz Dülmen“, so Moschner. Die Gespräche hätten indes in einer guten Atmosphäre stattgefunden.

Der Bischof, der bis Ende März um eine Rückmeldung gebeten hatte, entscheidet im Sommer, welche zukünftige Kirchenstruktur gilt.

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