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Präsidentenwahl Türkei

EU warnt türkisches Militär Einbrüche an Istanbuler Börse

wn

Istanbul / Straßburg – Der Europarat hat das Militär in der Türkei vor Einmischung in die Präsidentenwahl im Land gewarnt. „Die Streitkräfte sollten in ihren Kasernen bleiben und sich nicht in die Politik einmischen“, sagte am Montag in Straßburg der Generalsekretär des Europarates, Terry Davis.

Die Zuspitzung der Krise um die Wahl eines neuen Staatspräsidenten in der Türkei hat am Montag zu einem dramatischen Kurseinbruch an der Istanbuler Börse geführt. Der Leitindex sackte bei der Eröffnung um fast acht Prozent auf 43 116 Punkte ab – ein Verlust von 3745 Punkten gegenüber dem Schlussstand am Freitag.

Auf den Devisenmärkten verlor die Landeswährung gegenüber Dollar und Euro deutlich an Wert, wie türkische Medien berichteten. Angesichts der Spannungen zwischen der islamisch-konservativen Regierung und der Armeeführung hat der einflussreiche türkische Unternehmerverband TÜSIAD vorgezogene Parlamentswahlen als „zwingend“ bezeichnet.

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