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Ewigen Rivalen düpiert

Cedric Gebhardt

Vorhelm - Wüsste man es nicht besser, hätte man glauben können, Klaus Linnemann und Michael Posorski hätten ihre Statements am Telefon bereits vor einer Woche in Dortmund abgegeben. Der Geräuschkulisse im Hintergrund nach zu urteilen, hätten die Trainer von Vorhelm und Enniger auch in einer Traube jubelnder BVB-Spieler stehen können, die gerade die perfekt gemachte Meisterschaft feierten.

Doch nichts da: Für den Lärmpegel zeichneten einzig und allein die Westfalia-Spieler verantwortlich. Die Grün-Weißen hauten nach ihrem 3:1-Derbysieg über den ewigen Rivalen aus Enniger ausgelassen auf den Putz.

Dabei war die Leistung der Westfalia im ersten Abschnitt ganz und gar nicht feierlich. „Wir waren zu ängstlich, zu passiv und zu harmlos“, konstatierte Klaus Linnemann kritisch. Für den Geschmack des TuS-Übungsleiters zeigte seine Elf alles in allem zu wenig, um den Gästen den Schneid abzukaufen. Enniger stand hinten sicher und wies eine effiziente Erfolgsquote auf.

Aus zwei Chancen machte die SuS einen Treffer: Mike Löffler besorgte in der 29. Minute die 1:0-Führung. Kurz darauf hätte Alessandro Palermo (35.) auf 2:0 erhöhen können, zog jedoch am langen Pfosten vorbei.

Nach der Pause kam Vorhelm dann langsam in Fahrt und ergriff die Initiative. Dass die Gäste verletzungsbedingt Mike Löffler (65.) und Dennis Rinke (73.) auswechseln mussten, spielte den Platzherren zudem in die Karten. „Durch die Wechsel ist ein Bruch bei uns entstanden“, befand Ennigers Coach Michael Posorski. Die Westfalia reagierte flink, egalisierte durch Julian Müller wenig später zum 1:1 (75.). Im direkten Gegenzug hätte Markus Recker Enniger erneut in Front bringen können, scheiterte jedoch.

Besser machte es kurz darauf Jan Langner, der in der 81. Minute eine Müller-Vorlage per Kopf zum 2:1 verwertete. „Danach haben wir es nicht mehr geschafft Druck zu erzeugen“, registrierte Michael Posorski. Der eingewechselte Dominik Pottgüter besiegelte mit dem 3:1 (87.) den Derbysieg der Vorhelmer. „Das ist in dieser Phase der Saison das i-Tüpfelchen“, frohlockte Klaus Linnemann.

Westfalia: Vorholt - Brockhues (67. Schmidt), Engelke (86. Büscher), Albrecht, Langner, Pietersma, Zander, Linnemann, Sievers (77. Pottgüter), Brehe, Müller

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