1. www.wn.de
  2. >
  3. Archiv
  4. >
  5. Fall Kardelen: Polizei ermittelt rund um Fundort der Leiche

  6. >

Fall Kardelen: Polizei ermittelt rund um Fundort der Leiche

wn

Möhnesee/Paderborn – Bei den Ermittlungen im Mordfall Kardelen hat die Polizei am Dienstag am Möhnesee versucht, die Umstände des Verbrechens aufzuhellen. Unter anderem versuchte die Mordkommission zu klären, wie die Kleidung der Achtjährigen hinter eine Leitplanke an der Uferstraße gekommen sein könnte.

Die nackte Leiche des Kindes war in der Nähe gefunden worden, nachdem zwei Frauen die Kleidungsstücke entdeckt hatten. Nach vergeblichen Versuchen, Kleider aus einem Personenwagen und einem Kleinbus hinter die Leitplanke zu werfen, erklärte die Polizei, möglicherweise sei der Täter zu Fuß unterwegs gewesen, habe zum Werfen sein Auto verlassen oder eine Panne vorgetäuscht. Eine heiße Spur gibt es in dem Fall bislang nicht.

Die Leiche des deutsch-türkischen Mädchens war am Donnerstag am Möhnesee in Nordrhein-Westfalen gefunden worden – drei Tage nachdem das Kind im gut 60 Kilometer entfernten Paderborn verschwunden war. Das Mädchen war sexuell missbraucht und erstickt worden. Eine Mordkommission aus 50 Beamten, darunter auch türkischsprachige Ermittler, arbeitet an der Aufklärung des Verbrechens. Bislang gingen über 400 Hinweise ein.

Die Kleidung der Schülerin, darunter ein pinkfarbener Anorak, war einen Tag vor der Entdeckung der Leiche am See gefunden worden. Die Art der Funde gibt der Polizei jedoch Rätsel auf. Die Kleider waren auf einer Strecke von etwa 400 Metern verteilt. Sie fanden sich unter anderem an der Straße, aber auch auf der nur von Fußgängern begehbaren Staumauer des Sees und in einem Mülleimer. Die Leiche lag am anderen Seeufer in einer Tannenschonung.

Startseite