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Prozess

Familienvater soll neunjährigen Sohn fast ertränkt haben

wn

Münster - Das erschütternde Familiendrama ereignete sich am 17. Februar 2011 in Emsdetten. Ein 30 Jahre alter Familienvater soll laut Anklage seinen zur Tatzeit neunjährigen Sohn in der Badewanne fast ertränkt haben. Seit Montag muss sich der psychisch kranke Mann wegen versuchten Totschlags vor dem Schwurgericht Münster verantworten. Wie der Staatsanwalt ausführte, soll der Angeklagte zunächst seinen Sohn geschlagen, getreten und mit Wucht an die Wand gestoßen haben. Die Lebensgefährtin des 30-Jährigen ging dazwischen, so dass der Vater von seinem Sohn zunächst abließ. Als der Junge im Badezimmer war, griff der Mann erneut an. Er soll den Kopf des Jungen unter Wasser gedrückt und dabei gerufen habe: „Ich bringe dich um.“ Auch diesmal kam die Lebensgefährtin zur rechten Zeit und rettete dem Neunjährigen das Leben. Zum Prozessauftakt betonte der Angeklagte, dass er sich an das Geschehen nicht erinnern könne, er aber davon ausgehe, dass die Vorwürfe stimmen. Der minderbegabte und psychisch kranke Angeklagte soll zur Tatzeit seine Medikamente nicht genommen habe. Für den Prozess sind vier Verhandlungstage angesetzt. Sollte der Angeklagte aufgrund seiner Erkrankung schuldunfähig sein, muss er mit einer Einweisung in ein psychiatrisches Krankenhaus rechnen. Das Urteil wird am 12. August erwartet.

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