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Filmrezensionen

Fatih Akin: Regiestar mit Gütebonus

Hans Gerhold

„Klischees denkt man sich nicht aus, man beobachtet sie in der Realität. Bisher habe ich sie bedient, diesmal breche und analysiere ich sie, um zu provozieren.“ Was Fatih Akin zu „Gegen die Wand“ formulierte, findet sich auch in „Auf der anderen Seite“: Unerwartetes inszenieren, Unvorhersehbares einbringen und dabei so ehrlich und authentisch wie möglich zu sein.

1973 in Hamburg geboren, hat Akin einschließlich „Kurz und schmerzlos“, „Im Juli“ und „Solino“ fünf Spielfilme inszeniert, die schon einen Werkkanon bilden. Zwischen Kriminellen, Jugendfreunden, Spießern, Liebenden, Filmemachern, Pizzabäckern, Arbeitslosen, Musikern und lebenshungrigen Frauen und Männern spielen sich dem Leben abgeschaute spannungsreiche und unterhaltsame Geschichten ab. Dafür regnete es Preise, darunter den Goldenen Bären, den Deutschen und den Europäischen Filmpreis. Und bald den Oscar?

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