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DFB-Pokalfinale

FC Schalke 04 zum fünften Mal DFB-Pokalsieger

Berlin - Die Hauptstadt in Blau-weiß - und Hertha BSC hat nichts damit zu tun: Zehntausende Fans haben sich am Samstag friedlich vor dem DFB-Pokalfinale zwischen dem MSV Duisburg und Schalke 04 in Berlin in Stimmung gebracht. Bei Sonnenschein und warmen Temperaturen nutzten viele Anhänger den Tag auch für etwas Sightseeing. Größerer Streit zwischen Fans beider Vereine blieb bis...

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Berlin - Der FC Schalke 04 hat mit dem 5:0 (3:0)-Kantersieg gegen den überforderten MSV Duisburg zum fünften Mal den DFB-Pokal gewonnen und damit ein missratenes Bundesliga-Jahr gerettet. Als Kapitän Manuel Neuer am Samstagabend um 22.04 Uhr den begehrten „Pott“ aus den Händen von Bundespräsident Christian Wulff in Empfang nahm, kannte die königsblaue Begeisterung im Berliner Olympiastadion keine Grenzen mehr. „Wir freuen uns unheimlich. Wie haben nach einer Saison mit allen Höhen und Tiefen noch einmal alles gegeben. Mit einem Titel aufzuhören ist sehr, sehr gut“, bekannte 04-Sportdirektor Horst Heldt. Mit dem Fünferpack gegen den Zweitligisten stellten die Knappen im 68. Cup-Finale ihren eigenen Finalrekord von 1972 ein und qualifizierten sich für die Europa League. In seinem vermeintlichen Abschiedsspiel für die Gelsenkirchener hatte der vor dem Absprung zu Bayern München stehende Neuer kaum Gelegenheit sich auszuzeichnen. Julian Draxler (18. Minute), Klaas-Jan Huntelaar (22./70.), Benedikt Höwedes (42.) und Jose Manuel Jurado (55.) trafen vor 75.708 Zuschauern und bescherten Trainer Ralf Rangnick zugleich den ersten Titel seiner Karriere. Für den 33 Jahre alten Spanier Raùl war es ebenfalls eine Premiere: Er hatte zuvor nie einen nationalen Cup gewonnen. "Eigentlich war es erst nach dem 3:0 klar“ Die „Zebras“ gingen dagegen auch bei ihrer vierten Endspiel-Teilnahme nach 1966, 1975 und 1998 als Verlierer vom Platz. „Wir haben sehr konzentriert gespielt. Deshalb war es am Ende auch eine klare Sache. Das war aber nicht so einfach heute. Eigentlich war es erst nach dem 3:0 klar“, stellte Schalke-Coach Rangnick fest. Sein Gegenüber Milan Sasic beklagte den Ausfall einiger Stammspieler: „Wir haben es nicht geschafft, mehr zu machen. Es war heute auch so deutlich, weil bei uns die Leistungsträger gefehlt haben. Leider war nicht mehr drin.“ Nach zuletzt sechs Pflichtspiel-Niederlagen am Stück wurden die Knappen ihrer Favoritenrolle im Ruhrpott-Derby vollauf gerecht. Denn das von Coach Milan Sasic anfangs gut eingestellte Duisburger Team schaffte es nur eine Viertelstunde lang, den Bundesliga-14. in Schach zu halten. Dann schlug sich die größere individuelle Klasse der Schalker auch in Treffern nieder. Konnte MSV-Keeper David Yelldell gegen Kyriakos Papadopoulos (15.) noch einen Gegentreffer verhindern, schlug es kurz danach gleich zweimal in seinem Kasten ein. Ausgangspunkt beim königsblauen Doppelschlag war jeweils Jefferson Farfan mit zwei mustergültigen Pässen. Der quirlige Peruaner bediente zunächst den 17-jährigen Draxler, der bei seiner ersten Pokal-Partie von Beginn an mit einem knallharten Schuss von der Strafraumgrenze für das 1:0 sorgte. Der Schüler hatte S04 mit seinem 3:2-Siegtor gegen Nürnberg Ende Januar ins Halbfinale geschossen. Vier Minuten später spritzte Huntelaar in Farfans Zuspiel und spitzelte den Ball am zu spät reagierenden Yelldell vorbei in die kurze Ecke. Der Niederländer stand nach langwierigen Verletzungsproblemen erstmals seit Ende Februar wieder in der Schalker Startelf. Die „Zebras“ benötigten mehr als eine halbe Stunde, um sich von dem Schock zu erholen. Dann kamen sie gefährlich vor Neuers Tor. Doch weder Olcay Sahan (36.) noch Sefa Yilmaz (40.) schafften es, den Ball aus aussichtsreicher Position am Nationalkeeper vorbeizubringen. Wie einfach das Toreschießen ist, verdeutlichte dafür auf der Gegenseite Höwedes. Nach Farfans Eckball war der Abwehrspieler schneller am Ball als der zögernde Yelldell und köpfte zum 3:0 ein. Erinnerungen an den bisher höchsten Sieg in einem Pokalfinale - Schalkes 5:0 gegen Kaiserslautern vor 39 Jahren - wurden wach. Erst recht, als Jurado in der 55. Minute mit einem trockenen Schuss in die kurze Ecke zum vierten Mal ins Schwarze traf. Dann trug sich Huntelaar noch ein zweites Mal in die Schützenliste ein und sorgte gegen die Duisburger für die Einstellung des Rekordes. Der MSV ergab sich in sein Schicksal und zeigte in der Schlussphase kaum noch Gegenwehr.

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