1. www.wn.de
  2. >
  3. Archiv
  4. >
  5. Feuer am Flugplatz Dreierwalde - Hoher Sachschaden - Brandstiftung vermutet

  6. >

Mit Video

Feuer am Flugplatz Dreierwalde - Hoher Sachschaden - Brandstiftung vermutet

Rheine. Zwei Kampfjet-Shelter auf dem ehemaligen Nato-Flugplatz in Hopsten-Dreierwalde stehen in Flammen. In den ehemaligen Flugzeug-Bunkern lagerten große Menge Stroh. Die Brandursache ist noch nicht geklärt, Polizeibeamte vor Ort vermuten indes, dass es sich um Brandstiftung handelt. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Hörstel sind ausgerückt, um die Brandstelle zu sichern.

wn

<1>Rheine - Bei einem Feuer in zwei Flugzeug-Bunkeranlagen auf dem ehemaligen Nato-Flugplatz in Hopsten-Dreierwalde sind am Mittwochmorgen Strohballen im Wert von etwa 40.000 Euro vernichtet worden. Die Polizei im Kreis Steinfurt vermutet vorsätzliche Brandstiftung und hat die Ermittlungen aufgenommen.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Hörstel sind am Mittwochmorgen ausgerückt, um die Brandstelle zu sichern.

„In zwei Sheltern brennen die Strohvorräte“, erläuterte Dieter Krawitz, Leiter der Kreisleitstelle Steinfurt, am Einsatzort. Nach der Alarmierung um 7.20 Uhr rückte die Feuerwehr Hörstel mit allen vier Löschzügen aus. „Wir wissen, dass wir hier eine schlechte Wasserversorgung haben. Zudem besteht durch das brennende Stroh akute Einsturzgefahr. Darum starten wir zum Schutz unserer Kräfte keinen Innenangriff und lassen die Shelter ausbrennen“, erläuterte Krawitz das Vorgehen der Feuerwehr.

Es gebe bislang keine konkreten Hinweise zur Brandursache, sagte Krawitz. Er wies allerdings darauf hin, dass zeitgleich zwei Shelter im westlichen Bereich des Geländes Feuer gefangen hätten.

Zudem gebe es keine Hinweise auf einen technischen Defekt. "Da bleibt eigentlich nur noch Brandstiftung", sagte der Leiter der Kreisleitstelle.

In unmittelbarer Nähe der Brandstelle entdeckten Polizeibeamte ein Loch im Schutzzaun. "Das Loch war vor einigen Tagen noch nicht da", sagte ein Augenzeuge, der auf dem ehemaligen Nato-Gelände beschäftigt ist.

<2> Eigentümerin des Geländes ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, kurz Bima. Im Auftrag des Bundes sind Teile des ehemaligen Nato-Flugplatzes in Absprache mit dem Kreis Steinfurt und der Stadt Hörstel an Gewerbetreibende vermietet, unter anderem die alten Erdbunker. In einigen der Bunker lagern jeweils rund 750 Quaderballen Stroh.

Bislang habe es auf dem ehemaligen Luftwaffen-Gelände keine Zwischenfälle gegeben. „Wir haben hier mehrere gewerbliche Nutzer. Die sind alle sehr verlässlich“, sagte Felix Brümmer, Abteilungsleiter für gewerbliche Liegenschaften bei der Bima. Brümmer kündigte an, dass die Liegenschaft in Kürze zur Ausschreibung freigegbeben werde.

Startseite