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Karneval im Kreis Steinfurt

Feuerwerk der guten Laune

wn

Borghorst. Erna hält Goethe und Schiller für Expressionisten: „Dabei haben wir doch alle Schallplatten von denen im Schrank.“ Bauer Heinrich Schulte-Brömmelkamp gehört bei den Ostendorfern schon zum Inventar. Statt Kölsche Frohnaturen holen sich die Schützen der Bauerschaft lieber westfälisch bodenständigen Humor ins Haus. Das Rezept geht in diesem Jahr wieder auf.

Aber auch die Herrensitzungen der Patrioten und Wilmsberger sowie der Prinzen lassen keine Wünsche offen. Da darf es schon einmal etwas herb werden. Den Start machen wie jedes Jahr die Prinzen, die um 10.10 Uhr beginnen.

Der Vorsitzende Rudolf Sense gibt das Mikrofon zwar schnell in die Hände von Conférencier Hannes Vogt, lässt es sich aber zuvor nicht nehmen, Peter Löhring und Bernhard Kerkeling zu ehren. Kerkeling war vor 40 Jahren Saalprinz.

Noch keine 40 Jahre dabei, aber schon eine feste Größe ist Jürgen Marquardt. Der Kassierer der Prinzen kommt als „Jogi der Bauer“ in die Bütt und hat die Stofffigur Heini im Gepäck. Die spricht aus dem Hintergrund, seine Tochter Steffi gibt ihm die Stimme.

Bei den Ostendorfern finden die Narren übrigens auch den Musikverein Friedensklang wieder. Beim Rosensonntagszug vermisst, haben die Musiker dieses Jahr den Auftritt abgesagt, weil sie als Elferrat in der Bauerschaft gefragt sind. Als Hippies kommen sie auf die Bühne und begeistern mit ihren bunten Kostümen.

Begeisterung gibt es auch bei den Wilmsbergern und Patrioten im Festzelt am Rathaus. Besonders Feuerwehrmann „Kresse“ holt die Narren von den Stühlen. Er hat Glück: Das Feuerwerk der guten Laune muss nicht gelöscht werden und sprüht bei den Karnevalisten noch bis in den späten Nachmittag.

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