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Rot Weiss Ahlen

Finanzielle Sorgen setzen die Arminia unter Druck

Kristian van Bentem

Bielefeld/Ahlen - Sportlich lief es für Arminia-Bielefeld, am Freitag bei RW Ahlen zu Gast, zuletzt wieder deutlich besser, nachdem Ende vergangenen Jahres eine Serie von sechs Spielen den Verlust eines Aufstiegsplatzes zur Folge gehabt hatte. Doch finanziell geht es dem Zweitligisten aus Ostwestfalen alles andere als rosig. Wie in der vergangenen Woche bekannt wurde, drücken den Verein Schulden in Millionen-Höhe. „Fakt ist: Arminia geht es nicht gut. Gar nicht gut“, bestätigten die Geschäftsführer Detlev Dammeier und Heinz Anders. Sollte der Aufstieg misslingen, müssen sich die Bielefelder wohl von Leistungsträgern trennen.

Grund für die finanzielle Schieflage ist zum einen der Bau der neuen Haupttribüne, die deutlich teurer geworden ist als geplant. „Zudem werden wir die laufende Zweitliga-Saison voraussichtlich mit einem Loch von gut zwei Millionen Euro im Vergleich zur ursprünglichen Planung abschließen“, heißt es in einem offenen Brief des Vereins. Dammeier und Anders gestanden eine „vorsichtig formuliert gewagte Budgetplanung“ ein, die es bei der Verstärkung der Mannschaft zu Saisonbeginn gegeben habe. Bestätigt wurde auch, dass Gehälter in Einzelfällen mit einigen Tagen Verzug bezahlt worden seien und Dienstleisterrechnungen derzeit nur mit Verzögerungen beglichen werden könnten. Kurzfristig seien auch die Konten gesperrt gewesen. „Fest steht, dass wir das Loch in den kommenden Wochen schließen müssen.“ Arminia Bielefeld stehe aber nicht vor der Zahlungsunfähigkeit.

Nichtsdestotrotz hat der Club zuletzt personell aufgerüstet. So wurde in der Winterpause der togolesische Nationalspieler Assimiou Touré von Bayer Leverkusen unter Vertrag genommen, der bereits beim 2:1 gegen Fürth im Kader stand. Für den ebenso wie Maik Rodenberg langfristig verletzten Torhüter Rowen Fernandez wurde mit Patrick Platins vom VfL Wolfsburg kurzfristig ein Ersatz gefunden. Neben den beiden Neuzugängen wird auch Markus Bollmann mit nach Ahlen reisen, der in dieser Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist. Markus Schuler musste dagegen wegen eines Infekts aussetzen.

An Fan-Unterstützung sollte es den Arminen in Ahlen nicht mangeln. Über 1000 Anhänger haben ein Ticket gekauft.

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