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Fliegender Edelstein ist „Vogel des Jahres“

Stefanie Meier

Der Eisvogel ist etwas ganz Besonders. Er ist sogar so besonders, dass er gestern zum „Vogel des Jahres 2009“ gekürt wurde. Und das schon zum zweiten Mal. Das erste Mal war 1973. Die Auszeichnung vergeben jedes Jahr der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und der Landesbund für Vogelschutz.

Die Gründe, die vor über 30 Jahren auf den Eisvogel aufmerksam gemacht haben, gelten heute immer noch. Der Eisvogel ist ein bedrohter Vogel. Er braucht sauberes Wasser, naturnahe Bäche, unverbaute Flüsse und Seen sowie artenreiche Talauen. „Diese Lebensräume sind in Deutschland trotz mancher Fortschritte im Gewässerschutz immer noch Mangelware“, klagte Nabu-Vizepräsident Helmut Opitz gestern in Berlin auf der Pressekonferenz, auf der der neue Titelträger vorgestellt wurde.

Der Eisvogel ist ein auffälliger Vogel. Sein farbenprächtiges Gefieder schillert inteniv in vielen Grün- und Blautönen, so dass er auch oft als „fliegender Edelstein“ bezeichnet wird. Mit seinem spitzen Schnabel fängt er viele kleine Fische.

Warum der Eisvogel so heißt wie er heißt, ist nicht ganz klar. Einige leiten den Namen von dem althochdeutschen Begriff „eisan“ für schillern ab, andere denken an „Eisenvogel“ wegen des rostbraunen Brustgefieders.

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