1. www.wn.de
  2. >
  3. Archiv
  4. >
  5. Flucht unters Sofa oder in Schränke

  6. >

yangoContent

Flucht unters Sofa oder in Schränke

wn

Silvester kann Findus nicht leiden. Der Kater ist elf Jahre alt. Und jedes Jahr sträubt sich sein Fell, wenn es um Mitternacht knallt und kracht. Am liebsten zieht er sich schon am frühen Abend in den dunklen alten Schrank im Dachgeschoss zurück. Dort kuschelt er sich in ein Körbchen mit Kissen und Decken, das sein Frauchen für ihn zurechtgemacht hat.

„Vor allem Hunde und Katzen haben Silvester Angst“, sagt Evamarie König, Sprecherin des Tierschutzvereins in Berlin. Einige Tierbesitzer geben ihre Vierbeiner zum Jahreswechsel sogar in eine ruhig gelegene Tierpension, wenn um ihre Wohnung herum viel Feuerwerk abgefackelt wird. „Manche Tierbesitzer kriechen auch zu ihrer Katze unters Sofa und versuchen, sie zu beruhigen“, sagt Evamarie König. „Andere fahren mit ihrem Hund auf der Autobahn hin und her, weil dort nicht geböllert wird.“

Am einfachsten ist es, wenn man die Haustiere von klein auf an laute Geräusche gewöhnt: „Es gibt Geräusch-CDs, auf denen man Autotüren knallen hört, Silvesterkracher gezündet werden oder lautes Geschrei ertönt“, sagt die Sprecherin des Tierschutzvereins.

Wenn das Tier trotzdem panisch ist, sollte sich sein Besitzer auf keinen Fall davon anstecken lassen. Dann heißt es: Ganz ruhig bleiben! „Außerdem lässt man freilaufende Tiere am Silvestertag besser nicht nach draußen, weil sie sonst womöglich erschrecken und weglaufen.“

Bei kleinen Tieren wie Vögeln oder Meerschweinchen kann es genügen, den Käfig in eine ruhige Ecke der Wohnung zu stellen, eine Decke darüber zu hängen und die Rollläden herunterzulassen.

Startseite