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Flughafen Twente: Auch Niederländer kritisieren Ausbau-Plan

Elmar Ries

Oldenzaal/Gronau - Auch in den Niederlanden regt sich mittlerweile Protest gegen die Ausbaupläne für den alten Militärflughafen in Twente. Wegen des befürchteten Fluglärms lehnt die stärkste Fraktion der Gemeinde Oldenzaal die Pläne ab. Das hat gestern der Geschäftsführer der Euregio in Gronau, Harald Krebs, gesagt. Die Stadt habe bisher nur Pläne für einen kleinen Zivilflughafen mit jährlich bis zu 550 000 Fluggästen unterstützt, erklärte Krebs. Das nun für den ehemaligen Militärflughafen vorgelegte Konzept sehe deutlich mehr Reisende und somit auch mehr Fluglärm vor.

Auf der deutschen Seite pro­testieren neben der Grafschaft Bentheim vor allem die Gesellschafter des Flughafens Münster/Osnabrück (FMO) in Greven gegen die Pläne der privaten Entwicklungsgesellschaft „VTM“. Ihre Sorgen sind vor allem wirtschaftlich begründet: Sie wehren sich in wirtschaftlich schweren Zeiten gegen einen Konkurrenten unmittelbar vor der eigenen Haustür. Rund zehn Prozent aller Fluggäste in Greven sind Niederländer.

Dieses Argument lässt Harald Krebs so nicht gelten. Der Wettbewerb sei ein Prinzip der Marktwirtschaft, und das gelte auch für Flughäfen. Die stünden in Deutschland übrigens auch in Konkurrenz zueinander, sagte er. „Warum soll das für die Niederländer nicht gelten?“

Die VTM-Gesellschaft will den stillgelegten Nato-Flughafen zu einem internationalen Verkehrsflughafen ausbauen. Die Startbahn ist 3000 Meter lang. Was fehlt, sind aber moderne Flughafengebäude. In einer Machbarkeitsstudie sind hierfür Kosten von 20 Millionen Euro veranschlagt.

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