1. www.wn.de
  2. >
  3. Archiv
  4. >
  5. Flughafenstreit Twente: Deutsche und Niederländer reden

  6. >

Flughafenstreit Twente: Deutsche und Niederländer reden

wn

Oldenzaal - Im Streit um den geplanten Flughafen in Twente reden heute Nachmittag zum ersten Mal Niederländer und Deutsche mit- und nicht übereinander. Um 14 Uhr tagt im grenznahen Oldenzaal der Euregio-Rat. Das höchste Gremium der Euregio kann zwar keine Beschlüsse fassen, gleichwohl aber Empfehlungen geben.

Dass die Niederländer den ehemaligen Militärflughafen in Twente zu einem Regionalflughafen ausbauen wollen, hat auf deutscher Seite für Unmut und Unruhe gesorgt. Vor allem die Gesellschafter des Flughafens Münster/Osnabrück (FMO) in Greven sehen in Twente einen Konkurrenten für den FMO erwachsen.

"Die Region ist zu klein für zwei Flughäfen dieser Größe", sagt Thomas Kubendorff, der FMO-Aufsichtsratsvorsitzende und Landrat des Kreises Steinfurt. Sollte der Flughafen in Twente ausgebaut werden, fürchten die Deutschen ein ruinösen Wettbewerb.

Verärgert sind die Deutschen auch über die Informationspolitik der Niederländer. Bislang war es in der Euregio üblich, den jeweils anderen frühzeitig von den eigenen Vorhaben zu informieren. In diesem Fall lief das anders. Die Betroffenen im Münsterland und Emsland mussten um Informationen bitten, die dann auch noch spärlich flossen.

Zudem sollen die Planungen an der Grenze stoppen. Das heißt zum Beispiel: Die deutsche Seite betreffende Umweltschutzbelange wurden nicht berücksichtigt.

Startseite