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Erdgasbohrungen

"Fracking"-Verfahren: Neue Infopanne der Behörde

Elmar Ries

Arnsberg/Stemwede - Die Arnsberger Bezirksregierung gerät im Streit um die Erdgas-Probebohrungen in NRW erneut unter Druck. Erst am Donnerstag hatte die zuständige Behörde mitgeteilt, entge­gen bisheriger Angaben bereits im März 2009 im ostwestfälischen Stemwede das sogenannte „Fracking“-Verfahren genehmigt zu haben.

Dabei wird das gasführende Gestein mit Hilfe von Wasser und teils giftigen Chemikalien aufgebrochen. Den Antrag dazu hatte der US-Konzern Exxonmo­bil gestellt. Der Öl-Multi will auch im Münsterland nach Gas suchen. Die Zulassung sei jedoch gegenstandslos geworden, da Ex­xon unmittelbar danach den Verzicht auf das Verfahren erklärt habe.

Das stimmt so nicht. Über ein Jahr später, im September 2010, hat Exxonsprecher Stahlhut vor Politikern in Stemwede erklärt, der Konzern wolle „im November“ mit der „hydraulischen Behandlung, bei der ein Gemisch aus Wasser, Quarzsand und Additiven in die Tiefe gepumpt wird“, beginnen. Das hat Cord Hegerfeld von der Gemeindeverwaltung unter Verweis auf das Protokoll bestätigt.

Erst im Januar 2011 hatte der Konzern in Stemwede offiziell den Frack-Verzicht erklärt.

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