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Frau rettet sich mit Sprung aus dem Fenster vor den Flammen

Martin Borck

Gronau - Bei einem Brand ist in der Nacht zu Sonntag ein Mehrfamilienhaus an der Mühlenmathe in Gronau schwer beschädigt worden. Das Feuer überraschte die Bewohner im Schlaf. Insgesamt sind an der Adresse 15 Menschen gemeldet. Soweit sie zu Hause waren, konnten sie offenbar alle rechtzeitig geweckt werden und sich in Sicherheit bringen. Die 44-jährige Bewohnerin der Wohnung, in der der Brand ausgebrochen war, sprang auf der Flucht vor den Flammen aus dem Fenster. Sie musste wegen der erlittenen Sturz- und Brandverletzungen in eine Spezialklinik gebracht werden, so die Polizei.

„Eine Mitbewohnerin hat mich geweckt und gerufen, dass wir raus müssen“, schildert eine junge Frau, die frierend in der Kälte steht und hilflos mit ansehen muss, wie der Rauch aus dem Gebäude quillt. Sie konnte das Haus unverletzt verlassen. Nur mit den Sachen, die sie am Leibe trägt, und dem Handy, das sie sich noch schnell geschnappt hat.

Gegen 1.20 Uhr war die Feuerwehr alarmiert worden. Als sie an dem historischen Gebäude an der Ecke Mühlenmathe/Waagestraße eintrifft, steht eine der Wohnungen im ersten Obergeschoss in hellen Flammen. Von der Straße aus erkennt man durch die Fenster, dass die Flammen bis unter die Decke züngeln. Wenig später stehen auch Teile des zweiten Obergeschosses in Brand. Das Feuer hat sich durch die Holzdecke nach oben gefressen.

Die Löschzüge aus Gronau und Epe sind im Einsatz, Rettungswagen und Notärzte sind eingetroffen. Später kommt auch der Teleskopmast der Feuerwehr Ochtrup zum Einsatz. Von der Drehleiter aus bekämpfen die Feuerwehrleute das Feuer. Funken stieben aus den Fenstern. Unter Atemschutz dringen weitere Feuerwehrmänner in das Gebäude vor. Die Lichtkegel ihrer Lampen huschen durch den Rauch. Gegen 3 Uhr ist das Feuer endgültig gelöscht.

Die Brandursache ist derzeit noch unbekannt. Wahrscheinlich müssen am Montag Brandsachverständige die Brandstelle in Augenschein nehmen.

Die Bewohner müssen derweil anderweitig untergebracht werden. Die junge Frau hat Glück. Sie hat per Handy eine Freundin benachrichtigt und kann bei der übernachten. „Ich möchte nur wissen, wann ich wieder in die Wohnung kann“. Das kann zu dem Zeitpunkt noch niemand sagen, da das Feuer möglicherweise die Statik des Gebäudes beeinträchtigt hat.

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