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Special: Kommunalwahl 2009

Freie Wähler: „Wir sind anders“

Ahlen - „Wir sind anders“ - Mit diesem Slogan will die Freie Wählergemeinschaft (FWG) in den Kommunalwahlkampf ziehen. Wie anders, das beschlossen die Mitglieder der jüngsten Ahlener politischen Gruppierung am Montagabend auf ihrer...

Dierk Hartleb

Ahlen - „Wir sind anders“ - Mit diesem Slogan will die Freie Wählergemeinschaft (FWG) in den Kommunalwahlkampf ziehen. Wie anders, das beschlossen die Mitglieder der jüngsten Ahlener politischen Gruppierung am Montagabend auf ihrer Mitgliederversammlung im Restaurant „Posthalterey“.

„Wir haben schon eine Menge geschafft“, zog Heinrich Artmann ein Resümee der vergangenen Wochen. Mir der Zulassung zur Kommunalwahl habe die FWG eine wichtige Hürde genommen, so der Vorsitzende weiter. Wenn die CDU die Freien Wähler schon als möglichen Koalitionspartner betrachte, wie der CDU- Vorsitzende Lutz Kuligowski kürzlich öffentlich bekundet hat, zeige das doch, dass die anderen Parteien die FWG bereits ernst nähmen.

Artmann machte jedoch keinen Hehl aus seiner Unzufriedenheit mit der Politik der Mehrheitspartei. So warf er der CDU in der Bäderfrage völliges Versagen vor. Seit fünf Jahren werde über ein neues Bäderkonzept gesprochen, ohne dass eine Entscheidung getroffen worden sei. In diesen fünf Jahren seien für den Betrieb weitere zehn Millionen Euro aufgelaufen. Andere Städte wie zum Beispiel die Nachbarstadt Beckum, die auch zwei Bäder unterhält, kämen mit nicht einmal der Hälfte der Kosten aus.

Auch an der Einführung der sogenannten Brötchentaste bei den Parkautomaten übte Artmann Kritik. Anstatt zunächst das Gespräch mit den Kaufleuten zu suchen, habe die CDU einfach das Thema vor den Wahlen aus dem Hut gezaubert. Das koste die Stadt laut Kämmerei die Kleinigkeit von bis zu 500 000 Euro. Sinnvoller, so Artmann, wäre es gewesen, die Parkplätze mit einer Schranke zu versehen. „In Ahlen kann man nie in aller Ruhe einkaufen, weil man immer vorher die Parkzeit festlegen muss“, bemängelte der FWG-Vorsitzende.

Einen aufwendigen Wahlkampf kann sich die FWG noch nicht leisten. Plakate und Flugblätter sind weitgehend selbst entworfen. Laut Cornelia Beck, die die Aufgabe der Kassiererin versieht, hat die FWG derzeit 67 Mitglieder. „Wir sind auf Spenden angewiesen“, meinte Beck mit Blick auf die Kassenlage. Anschließend stellte Michael Heising den Mitgliedern, die noch das Wahlprogramm beschlossen, den Internetauftritt vor.

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