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Freude nur bei einem Urlauber

Cedric Gebhardt

Ahlen. Oeldes Coach Oliver Gielen lässt sich derzeit die Spätsommersonne von Mallorca auf den Pelz brennen. Aramäer-Trainer Pietro Nieddu weilte am Wochenende in Frankreich. Dort stattete er seiner Tante einen Besuch ab. Zwei Übungsleiter im Urlaub. Für Nieddu war der Frankreich-Aufenthalt ein Glück, denn so bekam er die 0:4-Schlappe im Top-Spiel daheim gegen die Spielvereinigung Oelde nicht mit.

Ganz anders Co-Trainer Detlef Wonnemann, der mit ansah, wie das Unheil ab dem zweiten Durchgang seinen Lauf nahm. „Mir blieb ja nichts anderes übrig“, scherzte Wonnemann später. Während der Begegnung war der Assistenzcoach weniger entspannt. Weil seine Mannschaft die Vorgaben nicht konsequent umsetzte und den Oeldern im zweiten Abschnitt aufgrund von individuellen Fehlern den Weg zum Sieg ebnete.

Die ersten 45 Minuten gestalteten sich ausgeglichen. Beide Mannschaften spielten offensiv, boten sich einen offenen Schlagabtausch. „Dabei haben wir unsere Möglichkeiten leichtfertig vergeben“, monierte Detlef Wonnemann. Denn sowohl zweifach Daniel Radke als auch einmal Volkan Gündogan zielten neben oder über das Gehäuse der Gäste. Die wiederum waren selbst zweimal durch Dominik Kretz aus aussichtsreicher Position gescheitert.

Besser lief es für Oelde nach dem Kabinengang. In der 55. Minute netzte Dominik Kretz dank freundlicher Unterstützung der Aramäer zur 1:0-Führung ein.

Damit nicht genug, leisteten die Hausherren auch beim sich nun anbahnenden lupenreinen Hattrick von Patrick Franz, der binnen 17 Minuten auf 4:0 (73./81./90.) erhöhte, artig Hilfestellung. Zu leichtfertig hatten die Aramäer im Mittelfeld die Bälle vertändelt und dafür prompt die Quittung ausgestellt bekommen. „Die Mannschaft hat sich selbst geschlagen, obwohl wir spielerisch und kämpferisch nicht schlechter waren. Mittlerweile sind wir aber auf dem Boden der Tatsachen angekommen und wir wissen so langsam, dass wir uns wohl im Mittelfeld der Tabelle einordnen müssen“, gestand Detlef Wonnemann. Der Co-Trainer wird seinem „Chef“ Pietro Nieddu sicherlich die wenig frohe Kunde vom 0:4 nach Frankreich übermittelt haben. Auf Seiten der Oelder hingegen wird Trainer Oliver Gielen positive Nachrichten vernommen haben. So konnte sich wenigstens ein Urlauber freuen.

Aramäer: B. Cicek – Kasper, F. Wonnemann, C. Cicek, A. Karagün, Z. Karagün, Krucinski, Radke, Hilbig (60. B. Atak), Adam, Gündogan (60. Alergic)

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