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Nabu-Serie

Frühlingsboten mit gelbem Gesicht

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Große Freunde kommt auf, sobald der kalte Winter endlich vorbeigezogen ist und der Frühling einkehrt. Grüne Parkwiesen und Gartenrasen werden mit zunehmenden Sonnenstrahlen geschwind mit vielen weißen Punkten versehen. Jeder kennt die kleinen Gänseblümchen. Können sieben Blumen mit dem eigenen Fuß bedeckt werden, so ist laut Volkserzählungen der Frühling erwacht.

Der weiße Blütenkranz mit dem gelben Inneren erscheint auf den ersten Blick wie eine einzige Blüte. Wer genau hinsieht, erkennt aber viele dicht gedrängte einzelne Blüten. In diesem gelben „Gesicht“ des Gänseblümchens wachsen winzige Röhrenblüten, von denen jede ein einzelnes Samenkorn hervorbringt. Auch jedes weiße „Blütenblatt“ ist in Wirklichkeit eine einzelne Blüte. Somit gehört das Gänseblümchen wie die Sonnenblume zu den Korbblütlern. Der lateinische Name „Bellis perennis“ bedeutet „schöne andauernde“ und bezieht sich auf die lange Blütedauer von März bis Oktober.

Gänseblümchen passen sich schlau Wetter- und Tagessituationen an. Abends wölben sich die weißen Blüten über die gelben Röhrenblüten, sodass das Blütenkörbchen verschlossen und geschützt ist. Bei Sonnenaufgang öffnet sich der Blütenkorb wieder und wendet sich stets der Sonne zu. Bei Regen bleibt er geschlossen.

Das Gänseblümchen ist auch essbar. Mit seinem nussigen Geschmack ist es eine leckere Zutat für einen frischen Salat. Die Pflanze wächst nur dort, wo kein Gift verwendet wird, wie zum Beispiel in naturnahen Gärten.

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