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Pflanzenschutzmittel

Fünf Greifvögel wurden vergiftet

wn

Ochtrup/Metelen - Fünf der im Januar in Ochtrup und Metelen gefundenen Greifvögel sind vergiftet worden. Das erbrachte jetzt die Untersuchung der toten Tiere.

Die am Felderhook in Langenhorst und in der angrenzenden Metelener Bauerschaft Naendorf entdeckten Tiere haben ein Pflanzenschutzmittel aufgenommen, das in Deutschland und weiteren EU-Staaten verboten ist. Das teilte die Polizei jetzt in einem Pressetext mit. Bei drei anderen Fällen habe sich ein Verdacht auf eine Vergiftung nicht bestätigt.

Die Polizei geht davon aus, dass diese Tiere überfahren wurden oder aufgrund des schneereichen Winters verhungert sind. Bei einem weiteren Vogel handelt es sich um eine Schleiereule, die laut der Untersuchungen ebenfalls zu wenig gefressen hatte.

Bereits Anfang des Jahres 2010 war in der Wester ein Hund durch Gift getötet worden. Auch bei der damals nachgewiesenen Substanz handelte es sich um ein Pflanzengift, das in der EU nicht erlaubt ist. Trotz der Analyseergebnisse bittet die Polizei um Hinweise unter Telefon 02553/93562315, wenn tote Greifvögel gefunden werden.

Die Beamten haben in Absprache mit dem Umweltamt des Kreises ein Konzept über die weiteren Handlungs- und Vorgehensweisen abgestimmt, teilt die Polizei mit. Sie hat zudem per Durchsuchungsbefehl eine Scheune in Greven kontrolliert und dabei eine Lebendfalle für Vögel gefunden. Die Staatsanwaltschaft wurde eingeschaltet.

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