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Die Gegner / Regionalliga West

Furcht vor dem Verkehrs-Kollaps

Alexander Heflik

Münster - Der Mann war mal Torjäger in der Oberliga Nordrhein. Noch immer hält er die Bestmarke mit 149 Treffern in 300 Spielen, das alles passierte in den 80er und 90er Jahren. Da klingt auch etwas Stolz durch. Neun Jahre spielte er für den 1. FC Köln, trainierte mit Pierre Littbarski, Thomas Häßler oder den Allofs-Brüdern. Dann wechselte er zum Bonner SC, zunächst als Spieler, im Laufe der sechs Jahre aber wurde Rainer Thomas dann aber auch als Trainer installiert. Das war gestern. Nun hat er die Verantwortung für die Regionalliga-Vertretung der Kölner übernommen, nachdem Frank Schaefer als Nachfolger von Zvonimir Soldo das Bundesliga-Team betreut. „Fußball ist halt Tagesgeschäft“, sagt Thomas. Den Job macht er gerne.

Blickpunkt Köln: In der achten Saison ist Rainer Thomas Co-Trainer von Schaefer, zunächst in der U-19-Jugend für drei Saisons, dann seit 2006 beim Reserve-Team. Schaefer und Thomas kennen sich gut, sie vertrauen sich. „Es gab deshalb auch keine Probleme bei der Übergabe“, hat sich der 47-Jährige mit der neuen Chef-Rolle am Seitenrand flugs angefreundet. Schaefer steht nun im Bundesliga-Fokus, er wird aktuell unterstützt vom Ex-Profi Dirk Lottner, der bislang die U-17-Auswahl der Kölner betreute.

Kölns Reserve mischt auch in dieser Saison in der Regionalliga West munter im Vorderfeld mit. „Kalkulieren kann man das aber nicht. Wichtig ist, dass wir die Jungs weiterbringen“, sagt Thomas. Aus aktuellem Anlass sind gleich vier Spieler aus dem Regionalliga-Aufgebot aufgerückt und trainieren bei den Erstliga-Profis mit. Christopher Buchtmann, Simon Terodde oder Reinhold Yabo profitieren davon, sie gehören nun zum erweiteren Bundesliga-Aufgebot.

Vermutlich wird das Trio nicht zur Kölner Reserve gehören, die am Donnerstag bereits zum Gastspiel nach Münster reist. „An einem Freitag auf der A 1 unterwegs zu sein, könnte leicht zur Sechs-Stunden-Fahrt werden“, sagt Thomas. Deshalb reist der Tross am Vortag an, am Freitag steht dann das Spitzenspiel der Regionalliga auf dem Programm. „Fakt ist, dass der SCP der Topfavorit auf die Meisterschaft ist“, stellt der 47 Jahre alte Kölner klar. Und: „Das Team ist gut zusammengestellt und gefestigt. Die Preußen werden ein entscheidendes Wort um den Titel mitreden.“ Und dann fügt Thomas einen Satz an, der auch von Preußen-Trainer Marc Fascher stammen könnte: „Nach dem 14. Spieltag lügt die Tabelle nicht.“ Münster ist Zweiter, Köln 2 Dritter, tatsächlich wird es das Topspiel des Spieltags sein.

Vielleicht freut sich Rainer Thomas auch aus einem anderen Grund auf die Begegnung in Münster. Im Gespann mit Frank Schaefer hat Thomas gegen die Preußen die letzten vier Partien (zwei Siege, zwei Unentschieden) nicht verloren. Lieblingsgegner Preußen? Vielleicht sagt Rainer Thomas auch deshalb: „Die Vorfreude auf diese Partie unter Flutlich und einer großen Kulisse begleitet uns durch die gesamte Trainingswoche.“

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