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Rot Weiss Ahlen

Fürth spielt nur noch für die Galerie

Franz Prinz

Ahlen/Fürth - Eigentlich wollte die Spielvereinigung Greuther Fürth - am Sonntag ab 13.30 Uhr Gastgeber von Rot-Weiß Ahlen - auch in dieser Saison ein gewichtiges Wörtchen im Kampf um die beiden Aufstiegsplätze mitreden. Aber die Mannschaft fand nur selten ihren Rhythmus, rutschte in der Tabelle immer weiter nach unten ab und soll sich nach einem Drittel der Saison so heillos mit ihrem Cheftrainer verkracht haben, dass sich der Club veranlasst sah, die Trennung von dem in Franken so erfolgreichen Benno Möhlmann herbeizuführen.

Dessen Nachfolger Mike Büskens stabilisierte das Team, schien auch auf dem besten Weg, den Anschluss an das Spitzentrio zu finden, doch ein unerklärlicher Leistungsabfall erstaunte auch den neuen Trainer. Furios war er mit seiner Elf gestartet, hatte den aktuellen Spitzenreiter Kaiserslautern mit 3:0 besiegt, gar 5:0 beim FSV in Frankfurt gewonnen und mit etwas Glück wäre den Franken sogar eine Überraschung in der Münchener Allianz-Arena gelungen, wo man immerhin zur Pause gegen den großen FC Bayern mit 2:1 führte. Im zweiten Durchgang dieses DFB-Viertelfinalspieles drehten die Bayern auf und siegten am Ende noch deutlich mit 6:2. Eine Niederlage, die das Team offenbar nicht gut verarbeiten konnte. Fortan lief jedenfalls nicht mehr viel zusammen. „Damit kann und muss ich erst einmal leben“, sieht Mike Büskens die Entwicklung der vergangenen Wochen nicht ganz so dramatisch. Immerhin hatte er die Mannschaft von Tabellenplatz 15 auf den aktuell neunten Rang geführt, weit weg von einem Abstiegsplatz. Mit jetzt 36 Punkten ist allerdings auch der Zug in Richtung Bundesliga-Relegation abgefahren, denn der aktuelle Tabellendritte FC St. Pauli hat mit 52 Zählern immerhin schon 16 Punkte Vorsprung. Und die kann auch eine in Zukunft wieder besser aufspielende Spielvereinigung Greuther Fürth nicht aufholen.

Doch nach der am vergangenen Freitag gezeigten Leistung beim Spiel in Koblenz ist nicht damit zu rechnen, dass die Fürther in der Tabelle noch große Sprünge schaffen werden. Zu schwach präsentierte sich das Team gegen die abstiegsbedrohten Rheinländer, die einen überraschenden 2:0-Sieg landen und sich damit von den Ahlenern etwas absetzen konnten. Phlegmatisch, ideenlos, kraftlos - Fürths Spiel war an diesem Abend nicht schön anzuschauen.

Das Fehlen von Torjäger Sami Allagui machte sich einmal mehr bemerkbar. Christopher Nöthe ist ohne den kongenialen Partner an seiner Seite nur halb so durchsetzungsfähig. Eine Chance für Rot-Weiß Ahlen? Warum nicht.

Wenn Fürth besiegt werden kann, dann in diesen Tagen. Zumal Büskens´ Team in den folgenden Wochen nur noch für die Galerie spielen wird, kann doch nach oben wie nach unten nichts mehr passieren. Die neue Saison kann geplant werden.

Greuther Fürth: Grün - Schröck, Biliskov, Karaslavov, Rahn - Fürstner, Caligiuri - Haas, N. Müller - Nöthe, Sararer (Allagui)

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