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Fußball ist drinnen nicht gefährlicher als draußen

Münster. Prof. Dr. Horst Rieger ist Orthopäde und Hallenarzt bei den Stadtmeisterschaften. Zurzeit arbeitet der Mediziner an seinem neuen Buch „Sportverletzt – was jetzt?“, das Mitte des Jahres im deutschen Ärzteverlag herauskommen wird...

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Münster. Prof. Dr. Horst Rieger ist Orthopäde und Hallenarzt bei den Stadtmeisterschaften. Zurzeit arbeitet der Mediziner an seinem neuen Buch „Sportverletzt – was jetzt?“, das Mitte des Jahres im deutschen Ärzteverlag herauskommen wird. Unser Redaktionsmitglied Jürgen Beckgerd sprach mit dem Fachmann über die medizinischen Gesichtspunkte beim Hallenfußball im Allgemeinen und bei den Hallenstadtmeisterschaften im Besonderen.

Ist Hallenfußball grundsätzlich verletzungsrelevanter als Fußball auf dem Feld?

Rieger: Nein, eigentlich nicht. Auf dem Parkett sind da insbesondere Hautabschürfungen zu beachten. Beim Futsal beispielsweise gibt es eine Studie, die sogar von weniger Verletzungen als auf dem Spielfeld draußen ausgeht.

Wo liegen die hauptsächlichen Gefährdungspunkte – Knie, Knöchel, Hüfte?

. . . auch eine Frage des Alters der Spieler?

Rieger: Nein, das will ich nicht sagen, allerdings kann man da auch nicht unbedingt auf gesicherte E

rfahrungen zurückgreifen.

Wer sollte denn keinesfalls in der Halle auflaufen?

Rieger: Alle, die nicht so sehr geübt sind, wie immer im Sport, oder die körperlich in keinem guten Zustand sind. Im Hallenfußball kommt es ja oft zu kurzen Einsatzzeiten, bei denen hohes Tempo verlangt wird. Da kann es auch schon mal zu koordinativen Problemen kommen.

Können sich die Kicker denn besonders auf die Hallenspiele vorbereiten – gibt es so etwas wie eine Prophylaxe?

Rieger: Grundsätzlich sollten alle Kicker mal mit den Regeln, das heißt mit den veränderten Bedingungen vertraut sein. Beispielsweise, dass man mit Bande spielen kann. Auch, dass geeignetes Schuhwerk genutzt wird, ist sicherlich wichtig. Aber: Der Grip der modernen Schuhe ist mitunter auch dazu angetan, dass Verletzungen überhaupt erst auftreten.

Viele Trainer überlassen es ihren Spielern selbst, zu entscheiden, ob sie auflaufen. Korrekt oder mangelnde Sorgfaltspflicht?

Gibt es neben orthopädischen auch andere medizinische Gesichtspunkte, die besondere Vorsicht oder gar Verzicht gebieten?

Wie sieht eine gute Regeneration nach den Hallenspielen aus – anders als in der Feldsaison?

Rieger: Wenn die Kondition gut ist, unterscheidet sich die Regeneration eigentlich gar nicht von der in der Normalsaison. Klar ist die Belastung in der Halle auf die Gelenke höher. Aber da kann man kaum entgegenwirken.

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