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Füttern und Streicheln gehört dazu

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Hasret Akpolat steht im Zoo am Gehege der Hirsche. „Komm, Mira, komm!“, ruft die 16-Jährige. Sie hält ein Stück Zwieback in der Hand. Und tatsächlich: Das kleine Hirschmädchen Mira kommt angelaufen. Es ist ganz zutraulich, frisst der Schülerin aus der Hand und lässt sich sogar streicheln.

So etwas dürfen die Besucher im Zoo Berlin normalerweise nicht. Doch Hasret ist auch nicht irgendeine Besucherin: Sie mag Mira so gern, dass sie ihre Patin geworden ist. Das bedeutet, dass Hasret jedes Jahr eine bestimmte Summe Geld an den Zoo spendet. So kann der Zoo einen Teil von Miras Futter bezahlen – und Hasret kann ihrem Liebling viel näher kommen als andere Besucher.

„Ich mochte Tiere schon immer sehr gerne“, sagt Hasret, die später einmal Zoodirektorin oder Tierärztin werden will. Deswegen bekam sie vor einigen Jahren eine Katze als Haustier. Doch weil ihre Mutter gegen die Haare des Tieres allergisch war, musste Hasret sie wieder abgeben. „Dann habe ich aber erfahren, dass man beim Berliner Zoo Pate für einzelne Tiere werden kann“, erinnert sich Hasret.

Das war vor rund sechs Jahren. Damals sparte sich die Schülerin etwas Geld zusammen und bezahlte davon ihre erste Patenschaft für das Murmeltier Fine. Hasret fand das so toll, dass sie für mehr Tiere Patin sein wollte.

Mittlerweile ist die 16-Jährige Patin für zwölf Tiere! Dazu zählen mehrere Hirsche, ein Steinbock und der putzige Vogel Otto, ein Kiwi. Das Wappentier von Neuseeland lässt sich von der Schülerin sogar auf den Schoß nehmen. „Mir machen die Tierpatenschaften sehr viel Spaß“, erzählt Hasret. Und hat auch gleich einen Grund parat: „Weil ich die Tiere so genauer kennenlerne.“ Für die Tiere spart Hasret ihr Taschengeld und das, was sie zu Weihnachten und zum Geburtstag geschenkt bekommt. Zwölf Patenschaften reichen ihr aber noch nicht aus: „Ich habe bald Geburtstag. Vielleicht kommt ja ein neues Tier dazu.“

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