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Eine Familie

Gar nicht so düster

wn

Wenn Familie in dänischen Filmen („Das Fest“) zur Disposition steht, geht es meist düster wie im Dogma zu. Nicht so in Pernille Fischer Christensens emotionalem Drama „Eine Familie“, das um Konflikte in einer Großfamilie aus einer Bäcker-Dynastie kreist.

Da feiert der Patriarch (Jesper Christensen) die Hochzeit mit seiner zweiten Lebensgefährtin, ihre gemeinsamen Kinder verstehen sich gut mit den Kindern aus erster Ehe, die Patchwork-Familie scheint zu funktionieren.

Die ältere Tochter Ditte (Lena Maria Christensen) will jedoch die Backstube verlassen und als Kuratorin einer Galerie nach New York gehen. Aber sie ist schwanger, und mehr noch: Der Vater ist sterbenskrank und drängt sie, den Bäckereibetrieb zu übernehmen.

Daraus entwickelt sich eine intensiv und mit Gefühl für glaubhaftes Verhalten der Personen gespielte Geschichte um Tradition, Moderne, Liebe, Leid, Verantwortung und Selbstverwirklichung - und einen hauptsächlich zwischen Vater und Tochter ausgetragenen Generationenkonflikt.

2009 erhielt das mit einer Handkamera aufgenommene Drama, auf der Berlinale den Preis der Internationalen Filmkritik.

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