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Urteile

Garagentor mit Fernbedienung erst in Sichtweite öffnen

wn

Berlin/München - Autofahrer sollten ihr elektrisches Garagentor erst dann per Fernbedienung öffnen, wenn sie sich in Sichtweite dazu befinden. Einem Urteil des Amtsgerichts München zufolge (Az.: 231 C 2920/08) trifft einen Wagenbesitzer andernfalls mindestens 50 Prozent der Schuld, falls das Garagentor während der Durchfahrt wieder schließt und dadurch das Auto beschädigt. Darauf weist der Deutsche Anwaltverein in Berlin hin.

In dem Fall war eine Autofahrerin an ihrem Tiefgaragenplatz in ihren Wagen eingestiegen und hatte von dort aus aus das Garagentor per Fernbedienung geöffnet. Unmittelbar zuvor hatte allerdings ein anderer Garagennutzer das Rolltor bereits mit der Hand geöffnet, so dass sich das Tor durch das Öffnungssignal der Fernbedienung wieder schloss, statt sich wie von der Frau beabsichtigt zu öffnen. Dadurch wurde der Wagen der Frau bei der Durchfahrt am Dach und an der Motorhaube beschädigt.

Da die Autofahrerin das Garagentor von dem Stellplatz aus nicht sehen konnte, trage sie eine Mitschuld, entschied das Gericht. Ihre Klage gegen zweiten Garagennutzer auf Übernahme des vollen Schadensersatzes blieb erfolglos. Dessen Haftpflichtversicherung hatte zuvor lediglich die Hälfte der Schadenssumme von 4500 Euro gezahlt.

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