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Geistlicher Beistand inklusive

Christina Schulz

Ahlen - Plakate, Werbespots im Radio und Fernsehen, zum ersten Mal Abziehbilder im legendären Panini-Format - ganz Deutschland ist wieder im Fußball-Fieber. Die Weltmeisterschaft ist im eigenen Land. Ein Grund mehr, das „Sommermärchen“ der Männer von 2006 in diesem Jahr noch einmal zu wiederholen. Allerdings gibt es einen entscheidenden Unterschied: Diesmal gehört den Frauen die große Bühne. Sie wollen zum dritten Mal in Folge den Thron besteigen. Was 2003 in den USA und 2007 in China gelang, soll in diesem beim „Heimspiel“ noch einmal geschafft werden.

Kein Wunder, dass reichlich Daumen gedrückt werden. Auch in Ahlen, der fußballbegeisterten Stadt an der Werse, ist in diesen Tagen die Vorfreude auf das Event zu spüren. In der Kabine bei den Fußballerinnen von RW Ahlen gibt es seit Monaten nur dieses eine Thema. „Für die Mädels ist das schon was Besonderes“, sagt Martin Temme, unter anderem Trainer der U16-Juniorinnen, die jüngst Vizemeister in der Kreisliga wurden.

Die jungen Nachwuchskickerinnen haben ihre Idole, eifern diesen nach. Vor allem Alexandra Popp, die zuletzt mit ihren Toren gar Birgit Prinz in den Schatten stellte, ist bei den U12- und U16-Mädels der Rot-Weißen eine gefragte Frau. „Sie soll Torschützenkönigin werden und unser Team zum Sieg schießen“, sagt Charlene Condemi, die in der U16-Mannschaft spielt. Klar, dass sie alle Spiele der Deutschen mit ihren Teamkolleginnen live verfolgen und als Fan so richtig feiern will.

Sollte die Unterstützung durch die eigenen Anhänger nicht ausreichen und das deutsche Team unverhofft Federn lassen, könnte immer noch der geistliche Beistand helfen. So wird es beim Public Viewing an der Paul-Gerhardt-Kirche vor jedem Spiel der deutschen Elf eine kurze Andacht von Pfarrer Markus Möhl und Pfarrerin Dorothea Helling geben.

Und damit nicht genug: Pfarrer Willi Stroband ist bei jedem Spiel der deutschen Mädels vor Ort: „Ich habe mir für alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft Karten besorgt. Ich hoffe ja immer noch, dass ich dort entdeckt werde und als Fußball-Pfarrer zum Einsatz komme“, scherzt Stroband mit voller Vorfreude auf die Weltmeisterschaft.

Dann kann ja nichts mehr schiefgehen und die Frauen-WM vor der Haustür endlich beginnen.

Auf geht`s, Mädels! Ihr packt das!

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