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Gelesen: „Big brother is watching you“

Winston Smith lebt in London, in Ozeanien. Es ist das Jahr 1984. Nach einer Revolution wurde die Welt in drei große Weltmächte geteilt: Ozeanien, Eurasien und Ostasien – jeder dieser Staaten ist aufgebaut wie ein totalitärer Überwachungsstaat...

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Nach einer Revolution wurde die Welt in drei große Weltmächte geteilt: Ozeanien, Eurasien und Ostasien – jeder dieser Staaten ist aufgebaut wie ein totalitärer Überwachungsstaat. Für Smith ist es vollkommen normal – tagtäglich bei jeder seiner Bewegungen, die er macht – von Teleschirmen beobachtet zu werden, denn „big brother is watching you!“. Die Partei, sieht und weiß alles über dich.

Winston jedoch scheint sich nach und nach daran zu erinnern, wie es vor der Revolution war. Dass es eine Zeit gab, in der jeder seine Meinung sagen konnte, man nicht beobachtet wurde und man lieben konnte, wie und wen man wollte. Doch da die Vergangenheit von der Partei immer wieder neu geschrieben und umgeschrieben wird, scheint sich außer ihm und einer geheimen Untergrundorganisation „Die Bruderschaft“, niemand mehr an Demokratie zu erinnern.

Winston lernt Julia kennen, und findet in ihr die gleichen revolutionären Gedanken, das Verlangen nach einem eigenständigen Leben fern von der Partei. Doch genau diese Liebe führt Winston schließlich in die Arme der Gedankenpolizei und mitten in das Ministerium für Liebe, in dem es nicht ganz so zugeht, wie der Name es scheinen lässt.

George Orwell veröffentlichte sein Buch „1984“ zwar schon 1949, jedoch hat es gerade in unserer Zeit kein bisschen an Aktualität eingebüßt. Immer mehr Unternehmen geraten wegen Überwachung der Mitarbeiter in die Schlagzeilen.

George Orwell zeigt, wie das alles enden könnte, indem er das Innenleben seines Helden plastisch darlegt.

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