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Ahlener SG

Genickbruch: Drei Platzverweise

Herbert Vogel

Ahlen - Dumm gelaufen - mit 34:35 (17:16) verloren die Verbandsliga-Handballer der Ahlener SG ihr Heimspiel gegen den ASV Senden und können damit den erhofften Sprung ins obere Tabellendrittel erst einmal vergessen.

Dabei war man keineswegs etwa am übermächtigen Gegner aus dem Münsterland gescheitert, sondern musste sich eher an die eigene Nase fassen. Zwei Siebenmeter und rund ein halbes Dutzend guter Chancen per Gegenstoß oder vom Kreis ließen die Rot-Weißen aus, bevor sie sich schließlich in der hektischen Schlussphase, als sie ohnehin schon in Unterzahl spielten, durch einen Wechselfehler noch zusätzlich schwächten.

Dabei führten die Schützlinge von Frank Wolters gut sechs Minuten vor dem Ende noch mit 30:27, als zunächst der bis dahin sehr gut aufgelegte Felix Markmeier seine dritte Zeitstrafe kassierte und nur 15 Sekunden später auch Dirk Schmidtmeier zum zweiten Mal auf die Strafbank musste.

Wenig später sah auch noch Jens Gawer Rot und als dann zu allem Überfluss auch noch Schmidtmeier zu früh, nämlich schon nach Ablauf der Markmeier-Zeitstrafe, zurück auf die Platte stürmte, war das Chaos komplett. Die Schiedsrichter ahndeten diesen Fehler zu Recht mit einer weiteren und damit der dritten Zeitstrafe gegen den Ahlener Spielmacher.

„Das hat uns das Genick gebrochen“, brachte es Trainer Wolters nach der Partie auf den Punkt. Senden egalisierte zum 30:30 und ging in Überzahl mit 34:32 in Führung. Doch die nun arg dezimierte ASG-Reserve steckte nicht auf, glich zum 34:34 aus und kam anschließend sogar noch einmal in Ballbesitz. Der dann folgende schnelle Pass auf Mersmann wurde von diesem aber zu ungenau auf „Patti“ Schroeder weitergespielt und so zur Beute der Sendener Abwehr.

Die Gäste ergriffen die sich bietende Chance anschließend beim Schopf und verwandelten mit einem Kempa-Trick über Linksaußen zum vielumjubelten Siegtreffer.

„So etwas darf einfach nicht passieren“, schimpfte Dirk Schmidtmeier nach der Schlusssirene und hatte Mühe, sich zu beruhigen. Denn bis zur turbulenten Schlussphase hatten die Zuschauer eine spannende und schnelle Partie zu sehen bekommen, in der sich zunächst die Torhüter auf beiden Seiten auszeichnen konnten. Dann kamen die Gäste aus Senden besser ins Spiel, setzten sich auf 10:7 ab, ehe die heimische Zweitliga-Reserve nicht zuletzt dank Stephan Dittrich und Thomas Cervenka den 13:13-Ausgleich schaffte.

Nach der knappen Pausenführung der Gastgeber entwickelte sich eine enge Partie, in der die Ahlener in der 40. Minute beim 24:22 erstmals mit zwei Toren vorn lagen. Diesen Vorsprung konnten Schmidtmeier und Co. dann noch bis auf 30:27 ausbauen, ehe das Spiel in der turbulenten Schlussphase schließlich noch kippte.

Ahlener SG 2: Deppe, Istel - Michalczik, Dittrich (8), Boschanski (2/1), Suntrup (3), Markmeier (4), Mersmann (4), Cervenka (8), Hano, Gawer, T. Schröder (1), P. Schroeder (1), Schmidtmeier (3/2).

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