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Sparkasse

Gerlach auf dem Weg zum Spitzenamt - Kampeter tritt nicht an

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Berlin/Münster - Für das Spitzenamt der deutschen Sparkassen ist der westfälische Regionalchef Rolf Gerlach wenige Tage vor dem Fristablauf der einzige Bewerber. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Steffen Kampeter (CDU), steht für eine Kandidatur beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) nicht zur Verfügung. Das bestätigte Kampeter am Donnerstag. Ob in letzter Minute doch noch ein zweiter Bewerber für das Amt des DSGV-Präsidenten antritt, wird sich in der nächsten Woche zeigen. Bis spätestens Donnerstag sollen Vorschläge eingebracht werden. In Beobachterkreisen wird Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) als ein möglicher Kandidat gehandelt. Das Finanzministerium in München nahm am Donnerstag zu diesen Spekulationen keine Stellung. Der bisherige Sparkassen-Präsident Heinrich Haasis zieht sich Ende April nächsten Jahres zurück. Über seine Nachfolge soll auf der Mitgliederversammlung am 30. November entschieden werden. Die DSGV-Gruppe umfasst rund 600 Institute, 429 davon sind Sparkassen. Hinzu kommen Landesbanken-Konzerne, Landesbausparkassen, die Deka-Bank sowie Versicherer und Leasinggesellschaften. In den Sparkassen sind nach DSGV-Angaben rund 250 000 Mitarbeiter tätig. „Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit Wolfgang Schäuble“, erklärte Kampeter in Berlin. Der „Neuen Westfälischen“ sagte der CDU-Politiker, seine Entscheidung sei nach sorgfältiger Abwägung gefallen. Damit ist die Hängepartie um eine mögliche Kandidatur Kampeters beendet. In den vergangenen Wochen sah es nach einem Zweikampf zwischen Gerlach und Kampeter aus. Der 58-jährige Gerlach ist Präsident des Sparkassen-Verbandes Westfalen-Lippe und neben seinem Hauptamt auch DSGV-Vizepräsident. Er warf unmittelbar nach der Rückzugsankündigung von Haasis seinen Hut in den Ring. Gerlach war intensiv an den Verhandlungen der Sparkassen in Nordrhein-Westfalen mit dem Land NRW und dem Bund für die WestLB- Rettungspakete beteiligt. Dabei kam heraus, dass der Bund bei der WestLB mit einer Kapitalspritze von 3 Milliarden Euro einstieg. Kampeter nahm auf Seiten des Bundes an den Verhandlungen teil.

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