1. www.wn.de
  2. >
  3. Archiv
  4. >
  5. Geständnis bewahrt Angeklagten vor Gefängnis

  6. >

Mit Lokal-Video

Geständnis bewahrt Angeklagten vor Gefängnis

wn

Münster/Rheine. Wegen Betruges in 33 Fällen hat das Landgericht Münster am Dienstag einen 42-jährigen Rheinenser zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Die 11. Strafkammer unter Vorsitz von Richter Franz Berding sah es als erwiesen an, dass der ehemals selbstständige Finanzmakler mehrere Kunden zu Einzahlungen in ein von ihm konzipiertes Gemeinschaftsdepot veranlasst hat - wobei die Anleger ihr Geld zu großen Teilen nie wiedersahen. Am Ende war von einer Gesamtsumme von 400000 Euro die Rede. Die Kammer wertete das umfassende Geständnis und die lange Verfahrensdauer für den Angeklagten. Der hatte außerdem versichert, den Vermögensschaden - so gut es geht - wieder gutzumachen. Als Bewährungsauflage legte ihm das auf, 200 Euro in monatlichen Raten an die geprellten Anleger zu zahlen.

Das Urteil überraschte Prozessbeobachter nicht. Bereits zu Beginn der Hauptverhandlung hatte die Kammer in Absprache mit der Staatsanwältin dem Angeklagten eine Bewährungsstrafe in Aussicht gestellt, sollte er ein umfassendes Geständnis ablegen. Da er dies in vollem Umfange tat, plädierte auch die Anklagevertretung für eine Bewährungsstrafe.

Ein Video zum Thema finden Sie auf herein.tv

Startseite
ANZEIGE