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Ahlener SG

Gibt's jetzt das große Los?

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Ahlen/Delitzsch. Die DHB-Pokal-Auslosung hatte die Ahlener SG nicht schlimmer treffen können – zumindest, was die Anreise betraf. Doch letztlich waren es knapp über 400 Kilometer für den guten Zweck: Die heimischen Zweitliga-Handballer brachten Süd-Zweitligist Concordia Delitzsch gestern eine 27:33 (12:17)-Niederlage bei und dürfen sich wieder Hoffnungen auf einen „Kracher“ im weiteren Verlauf des Pokalwettbewerbs machen. Denn am morgigen Freitag um 11 Uhr wird für das Team von Coach Diethard von Boenigk womöglich das ganz große Los gezogen, wenn es um die Paarungen der dritten Runde am 31. Oktober und 1. November geht.

Gäste-Geschäftsführer Jürgen Stolle hatte bereits nach Ablauf der ersten zehn Minute des Spiels am gestrigen Abend ein gutes Bauchgefühl: „Da wusste ich einfach: Das werden wir nach Hause schaukeln. Nur damit, dass es ein so hoher Sieg wird, hatte ich noch nicht gerechnet. Aber wir hatten den Gegner einfach gut im Griff.“

Ein wenig mutig war die Prognose zu diesem Zeitpunkt schon, stand es doch bis zur 15. Minute noch 9:9. Erst zwei Zeigerumdrehungen später konnte sich die ASG erstmals auf zwei Tore absetzen – ein Vorsprung, der in der Folgezeit nicht mehr in Gefahr geriet, sondern vielmehr stetig ausgebaut wurde: Im Anschluss an eine deutliche 17:12-Führung beim Seitenwechsel erweiterten die Ahlener die Tordifferenz bis zur 48. Minute gar auf acht Treffer (27:19). „Wir haben das Heft nicht mehr aus der Hand gegeben“, berichtete Stolle.

Erfreut war der Geschäftsführer in erster Linie davon, dass das Team „sein wahres Gesicht gezeigt“ habe. Ausschlaggebend sei an diesem Abend die größere Motivation in der Riege der Gäste gewesen. „Und das trotz der unglücklichen Niederlage gegen Stralsund Ende der vergangenen Woche und dem Theater um Bernard Latchimy!“, so der ASG-Geschäftsführer. (Siehe Berichterstattung auf dieser Seite.) Ein Sonderlob hätten sich in der gestrigen Begegnung in Delitzsch in erster Linie Torhüter Jan Stochl und Kreisläufer André Kropp verdient.

Vielleicht wird es in Runde drei ja etwas mit dem Traumlos des Geschäftsführers: Am liebsten solle der nächste Gegner der THW Kiel sein, so Stolle. Im Topf sind die Zebras: Sie besiegten souverän die gleichklassigen Magdeburger mit 44:27. Der Erstligist könnte indes tatsächlich ein adäquater Gegner sein. Schließlich trennen Ahlen und Kiel – knapp über 400 Kilometer. . .

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