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Nachwuchs bei den Goldschakalen

„Goldige“ Tierkinder im Naturzoo

wn

Rheine. „Goldige“ Tierkinder im Naturzoo Rheine: Bei den Goldschakalen hat es Nachwuchs in Form von drei Welpen gegeben, die nun zunehmend selbständiger ihr Zuhause erkunden. Bereits am 18. Mai stellten die Tierpfleger fest, dass es zu einer Geburt bei den rötlich gefärbten wilden Hunden gekommen war. Um die Aufzucht nicht zu gefährden, unterblieben weitere Kontrollen, um die Eltern nicht zu stören. Diese zogen mit ihren Jungen kurz darauf aus einer „Hundehütte“ im Stall in eine selbstgegrabene Erdhöhle im Außengehege um. Diese suchen die Welpen zwar immer noch auf, aber sie verbringen jetzt auch viel mehr Zeit mit Spielen im Gehege, so dass sie nun regelmäßig zu sehen sind. Allerdings entziehen sie sich nach wie vor jedem Zugriff durch die Pfleger durch schnelle „Flucht“ in den Bau, so dass bisher das Geschlecht der Jungen noch nicht bekannt ist und auch noch keine tierärztliche Grundversorgung durch eine Schutzimpfung erflogen konnte. Den Goldschakal-Nachwuchs darf man im Naturzoo nicht auf der Bären-Anlage suchen, wo die kleinen Verwandten des Wolfes in Gemeinschaft mit den Lippenbären leben. Dort findet man seit geraumer Zeit nur ein weibliches Tier, das alleine leben muss, seit es seinen männlichen Artgenossen getötet hat. Da Goldschakale nur selten in Zoos gehalten werden, war es nicht einfach, Ersatz für den Rüden zu finden. Schließlich importierte der Naturzoo gemeinsam mit den Zoos von Osnabrück und Magdeburg aus bulgarischen Zoos einen neuen Grundstock für eine Zucht. Diese Tiere gehören aber ein ganz anderen Unterart an als die aus einer arabischen Haltung stammenden „Killer-Hündin“. Deshalb soll keine Vermischung erfolgen. Die „Bulgaren“ mussten erst einmal ein Quarantäne-Quartier neben der Bartaffen-Anlage beziehen. Das Gehege liegt etwas versteckt hinter Büschen, um den Tieren Ruhe und Rückzug zu bieten. Das behagte ihnen offensichtlich so, dass es zur Familiengründung kam. Bis die Jungen entsprechend herangewachsen sind, wird der Umzug in die Bären-Anlage verschoben. Aber man kann sich auch mit etwas Geduld bei der Beobachtung an dem Anblick der spielenden und herumtollenden Jung-Schakale in ihrem Übergangszuhause erfreuen.

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