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Golf ist kein Schönwettersport

Marion Fenner

Münster-Kinderhaus - Richtig Golf hat noch keiner der 16 Teilnehmer der Golf-AG des Geschwister-Scholl-Gymnasiums gespielt. Nur ein Fünftklässler hat sich im Urlaub schon einmal in diesem Sport versucht.

Seit zehn Jahren bietet der Lehrer Kurt Grunert für die Fünftklässler eine Golf-AG an. „Dabei kooperieren wir mit dem Golfclub Wilkinghege, der seine Anlage und einen Trainer für die Schüler zur Verfügung stellt“, erläuterte Grunert. Christian Biemann kümmert sich schon seit mehreren Jahren um die Anfänger, die sich auf dem Grün versuchen wollen.

„Was wisst ihr über Golf?“, fragte Biemann seine Schützlinge. „Mit dem Schläger muss der Ball in ein Loch geschlagen werden. Wer die wenigsten Schläge benötigt, gewinnt.“ Damit sei schon alles auf den Punkt gebracht, freute sich Biemann.

Doch ein wenig mehr kann er den Kindern schon noch vermitteln. Wichtig sind nicht nur korrekte Golfschläge, sondern auch die Verhaltensregeln auf dem Platz. Dort herrscht Disziplin und Ruhe. Lautes Toben und Spielen ist nicht erwünscht. „Golf vereinbart Konzentration mit Ruhe und Rücksicht“, fasst Grunert die Vorzüge des Sports zusammen. Eigenschaften, von denen die Kinder auch im Unterricht profitieren könnten. In der ersten Stunde lernten die Schüler auch gleich die Nachteile des Sports kennen: Er findet bei jedem Wetter unter freiem Himmel statt, zum Auftakt der Golf-AG regnete es in Strömen. Doch davon ließ sich keiner die gute Laune vermiesen

Bis zum Herbst läuft die Golf-AG. „Wer eifrig trainiert, kann es in dieser Zeit bis zur Platzreifeprüfung schaffen“, versichert Biemann. In den vergangenen zehn Jahren habe es immer wieder interessierte Schüler gegeben, die nach der AG weiter Golf gespielt hätten. Von der Kooperation mit dem Geschwister-Scholl-Gymnasium profitiere somit auch der Golfclub und dessen Jugendabteilung.

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