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Grobes Foulspiel nur auf der Tribüne

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Ahlen - Spannende Spiele, sehenswerte Tore, eine rundum gelungene Organisation: Nach dem Ende der diesjährigen Ahlener Jugendfußball-Stadtmeisterschaften sah man fast überall in der Friedrich-Ebert-Halle zufriedene Gesichter. Denn auch bei den unterlegenen Teams stand vor allem der Spaß am Kicken im Vordergrund, und so waren Niederlagen schnell vergessen.

Wie sportlich fair die jungen Fußballer miteinander umgingen, davon hätten sich einige Eltern unter den Zuschauern allerdings eine Scheibe abschneiden können. Nicht nur als Jugend-Geschäftsführer von RW Ahlen, sondern auch als Kreisjugendausschuss-Vorsitzender hatte Udo Zambo jedenfalls nicht das geringste Verständnis dafür, dass ein Teil des Publikums jeglichen Anstand vermissen ließ und eine unnötig aggressive Stimmung verbreitete, die sich gegen die Teams von RW richtete. Das ging bedauerlicherweise soweit, dass einige die eigenen Sprösslinge sogar zu Fouls gegen die Rot-Weißen aufgefordert wurden. Nur gut, dass sich der Nachwuchs auf dem Parkett von den „Vorbildern“ nicht aufstacheln ließ. Im Eifer des Gefechts wurde zwar auch mal der eine oder andere regelwidrig gestoppt. Doch ein viel böseres Foul war es, dass ein RW-E-Junior für eine Zeitstrafe mit Applaus von den Rängen bedacht wurde, bis er in Tränen ausbrach. „Diese Häme kann ich nicht verstehen“, empörte sich Zambo.

Und auch wenn es bei aller verständlichen sportlichen Rivalität nicht jedem gefallen haben dürfte, dass die RW-E-Junioren ihr Finale durch einen Sonntagsschuss gewannen, so war es doch äußerst unsportlich von einigen Zuschauern, den rot-weißen Nachwuchs bei der Siegerehrung lautstark auszupfeifen. „Wer den verdienten Beifall verweigern will, sollte zumindest schweigen“, ärgerte sich Zambo und gab zu bedenken: „Das sind immerhin Kinder.“

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